Leserbrief

Leserbrief Zum Leserbrief "Hilfe vor Ort ..." (FN 7. Oktober)

Keine Terroristen

Sehr gehrte Frau Baum, mit Interesse habe ich Ihren Leserbrief gelesen. Ihr Sprachschatz in der ersten Hälfte ihres Leserbriefes, ist gespickt mit ablehnenden Worten wie: " anderer Kulturkreis mit vollständig anderen Werten, religiös motivierter Gewalt, Gewalt als solches, Sklaven, Erniedrigung, Steinigung, Zwangsverheiratung, Verstümmelung, verantwortungslos, sehr Gefährlich, große Sorgen". In der zweiten Hälfte schreiben Sie widrig über: "Leid, Elend, Armut, Terror, wieder Gewalt, im Stich lassen, sich bequem machen, Illusion, heimatnahe Schutzzonen."

Selten waren in einem solch kurzen Leserbrief, so viele verwerfliche Äußerungen, zu ungunsten anderer Menschen, zu lesen, wie in Ihrem. Sie versuchen damit mit diesen Phrasen die Bewohner im Main-Tauber-Kreis zu verängstigen, und zu radikalisieren. Ich finde dies, zumal sie mit Dr. unterschrieben haben, als sehr verantwortungslos und populistisch.

Da Sie die Kreisvorsitzende der Partei, AfD im Main-Tauber-Kreis sind, unterstelle ich Ihnen, dass sie über die Leserbrief-Schiene versuchen, sich politisch an die Öffentlichkeit zu wenden. Ich vermisse in Ihrem Brief, Worte wie: "Gastfreundschaft, Menschenwürde, Entgegenkommen, Humanität, Einfühlungsvermögen, Mitgefühl." Ich bin politisch nicht engagiert, aber interessiert und lese neben meiner Tageszeitung "Fränkische Nachrichten" täglich, mehrere überregionale Zeitungen online.

Ich freue mich in Deutschland zu leben, dass wir unser Grundgesetz haben, in dem festgestellt wird, dass: "Alle Menschen das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit sowie Freiheit haben." Weiterhin steht im Grundgesetz: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden

Zur Religion steht unter Artikel 4 des Grundgesetzes: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Und unter Artikel 16.a Absatz 1. steht: Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

Ich habe keine Lust über die Leserbriefschiene eine politische Diskussion mit Ihnen zu beginnen, und bitte darum, wenn Sie politische Meinungen an den Mann bringen möchten, dies an die "Legislative" zu adressieren und nicht an mich. Ich kümmere mich um Menschen. Zum Schluss meines Leserbriefes können Sie einen Auszug eines Artikels der "Welt"! vom 23.09.2014 bezüglich ihrer Partei lesen: Die AfD sei sehr wohl eine rechtspopulistische Partei.

Ich bin, wie schon geschrieben politisch nicht aktiv und werde weitere Leserbriefe von Ihnen nicht mehr beantworten. Ich lade Sie aber gerne ein, mit mir zusammen zu den "Jungs" auf den Laurentiusberg zu kommen um sich zu überzeugen, dass hier keine Sklaventreiber, Steiniger, Erniedriger, Terroristen, Genitalverstümmler, religiös motivierte Gewalttäter, etc. leben.