Limbach

Heimat- und Museumsverein Wagenschwend Rückblick auf ereignisreiche Monate

Deutliches Plus bei den Besucherzahlen

Archivartikel

Wagenschwend.Der Heimat- und Museumsverein Wagenschwend eröffnete seine diesjährige Museumssaison mit der schon zur Tradition gewordenen naturkundlichen Exkursion und Vogelstimmenwanderung. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Karl Wilhelm Beichert wurden 26 Vogelarten ermittelt und teilweise gesichtet, gepaart mit wissenschaftlichen Informationen zur heimischen Vogelwelt in den verschiedenen Lebensräumen. Weiter stand für die 25 Teilnehmer das Naturschutzgebiet „Hochmoor Schwannewald“ auf dem Programm, bevor man sich zum Abschluss am See im Quellgebiet der Gerach traf, bewirtet von Familie Schäfer. Am Nachmittag waren dann Museums-Café und Museum geöffnet, in dem abends in der Rathausstube die Jahreshauptversammlung stattfand.

Der Verein zählt zurzeit 50 Mitglieder. Zu den sieben offiziellen Öffnungen und den zahlreichen Sonderführungen (Vereine, Familien- und Jahrgangstreffen, Schulklassen und andere Gruppierungen) und dem Museumsfest kamen circa 1000 Besucher. Laut den Vereinsverantwortlichen ein bemerkenswertes Plus zum Vorjahr.

Neuer Leitfaden kam gut an

Bei der Generalversammlung im April 2018 wurde mit dem Flur und Treppenhaus der letzte Renovierungsabschnitt von der Gemeinde übergeben. Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres standen das Museumsfest und der Festabend zum 20-jährigen Bestehen, mitgestaltet von den örtlichen Vereinen, mit Blick in die Geschichte von Verein und Museum. Der neue Leitfaden durch das Museum und das im vergangenen Jahr eröffnete Museums-Café fanden großen Anklang. Die Bäckerei Roos stiftete nach Aufgabe ihres Geschäftes die Teigmaschine für die Brotback-Aktion beim jährlichen Museumsfest. Das alte Uhrwerk der Limbacher Kirche hat im Walldürner „Zeit(T)räume“-Museum einen passenden Platz gefunden.

In den vergangenen Wochen wurde im Museum die Mineralien- und Katzenbuckelausstellung, die bisher im Rathaus Waldbrunn untergebracht war, teilweise aufgebaut. Die voraussichtliche Eröffnung ist Ende Juli. Mit der Foto-Ausstellung zum Felsenhaus von Willi Bopp befinden sich bereits eindrucksvolle „Waldbrunner Impressionen“ im Museum.

Vor der Hauptversammlung des Verbandes der Odenwälder Museen am 17. Mai in Balsbach findet im Museum Wagenschwend die Übergabe des Buches „Vergessene und verdrängte Geschichte (n)“ statt, das auch den Beitrag zu den Ereignissen vom Februar 1945 in Wagenschwend enthält. Die Römergeschichte, 2001 erstellt und 2012 neu konzipiert, soll in Kooperation mit dem Römermuseum Osterburken um den Mudauer Bereich erweitert werden. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde übernimmt der Verein die Pflege des neu angelegten Bereichs am Friedhofsdenkmal (wir berichteten) und des Polengrabes, wobei auch das Denkmal am Museum miteinbezogen werden soll. Für den Herbst ist ein Vortrag zu den örtlichen Hof- und Hubgütern vorgesehen. Im Rahmen der Regularien wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Bürgermeister Thorsten Weber fand anerkennende Worte für die Museumsarbeit, die inzwischen überörtlichen, regionalen Charakter gefunden habe. In diesem Zusammenhang kamen auch erforderliche Renovierungsmaßnahmen im Außenbereich zur Sprache.

Mit Dankesworten des Vorsitzenden Gerhard Schäfer und einem Rückblick in Bildern endete die Versammlung. nsch