Limbach

Mitgliederversammlung Achim Rhein und Guido Zilling geben ihre Ämter weiter / Satzungsneufassung ebnet den Weg für Generationswechsel

Ein Dreierteam führt künftig den VfB Heidersbach

Heidersbach.Wehmut lag in der Luft, als der Vorsitzende des VfB Heidersbach, Achim Rhein, die Mitgliederversammlung eröffnete. Es war die letzte unter seiner Leitung, denn nach 21 Jahren nahm er Abschied aus der ersten Reihe.

Mit ihm verabschiedete sich Guido Zilling, der in den vergangenen acht Jahren das Amt des stellvertretenden Vorsitzen inne hatte. Beide haben ihre Nachfolge allerdings von langer Hand geplant. So wurde mit einer Satzungsneufassung der Weg für ein gleichberechtigtes Vorstandsteam geebnet, welches künftig die Vereinsgeschicke lenken wird.

In seinem Bericht beleuchte Achim Rhein nochmals die Höhepunkte und Herausforderungen seiner Amtszeit. Nach der Einweihung des neuen Sportplatzes galt es, die Böschungen am Bachlauf entlang der Sportstätten abzustützen und eine Tribüne an der Hangseite zur B 27 zu errichten.

Eine neue Verkaufshütte mit zusätzlichem Stauraum für die Gerätschaften zur Rasenpflege wurde gebaut. Zuletzt galt es, den in die Jahre gekommenen Kabinen- und Duschtrakt zu erneuern. Über 142 000 Euro wurden hierbei investiert.

Engagement gewürdigt

„Dass all diese Maßnahmen umgesetzt werden konnten, war ein Verdienst von euch allen“, dankte er der ganzen VfB-Familie.

Im sportlichen Bereich rief Rhein das Pokalspiel gegen die TSG Hoffenheim in Erinnerung, das über 1500 Zuschauer verfolgten. 2006 stieg man nochmals in die Landesliga auf, konnte die Klasse aber leider nicht halten. Rhein erinnerte an ein Jugendturnier mit 64 Mannschaften, den Besuch des DFB-Mobils und den Familiensporttag des Badischen Fußball Verbandes, bei dem die Helfer aufgrund des überwältigenden Besuchs alles geben mussten. „Ich bin und bleibe VfBler und bin überzeugt, dass unsere Nachfolger ihre Sache gut machen werden“, warb er zum Abschluss um Unterstützung für das junge Team, das künftig den Verein führen wird.

Dem Bericht von Trainer Jürgen Rohm war zu entnehmen, dass er mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft in der vergangenen Saison, wo man den achten Tabellenplatz belegte, durchaus zufrieden war. Es galt einige Widrigkeiten zu überwinden, die Dank des guten Zusammenhalts in der Mannschaft bewältigt werden konnten.

Die neue Saison begann laut Rohm mit einer guten Vorbereitung und dem Gewinn des Kommunalraumturniers. In der Runde dagegen kam man zunächst schwer in Tritt, was auch an den starken Mannschaften liegt, die es zu schlagen gilt. Mit dem derzeitigen Tabellenplatz könne man nicht zufrieden sein.

Rohms Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Derzeit fehle der Mannschaft die Konstanz, was auch am schwachen Kader liege, mit dem man Ausfälle nur schwer kompensieren kann. Hinzu komme der Schiedsrichtermangel auf dessen Grund manche Spiele am Wochenende ausfallen, die dann unter der Woche nachgeholt werden müssen. Da hierbei einige Spieler aufgrund beruflicher Abwesenheit nicht zur Verfügung stehen, mache die Sache nicht leichter.

Den Bericht für die 1B-Mannschaft erstattet Achim Rhein: Trotz der Spielgemeinschaft mit Waldhausen und Laudenberg ist es schwierig, jede Woche eine Mannschaft zu stellen. In der laufenden Runde musste man bereits zwei Spiele wegen Spielermangel absagen. Ziel sei es nach wie vor, die Mannschaft am Leben zu halten, um so allen die Möglichkeit zum Spielen zu geben. Die Chemie innerhalb der Spielgemeinschaft stimme auf jeden Fall und die Vorstände der beteiligten Vereine arbeiten harmonisch zusammen.

In der Jugendabteilung spielt man nach den Worten von Jugendleiter Holger Jakob unter dem Namen SG Limbach zusammen mit dem Nachwuchs aus den Ortsteilen Limbach, Trienz, Robern, Laudenberg, Krumbach, Wagenschwend, Fahrenbach, Sattelbach und Lohrbach.

Einige der beteiligten Vereine planen, einen selbstständigen Jugendverein zu gründen. Hierzu sind allerdings noch einige Gespräche zu führen, und es werden sich wohl auch nicht alle daran beteiligen.

Im Ort gibt es noch eine Bambini-Gruppe, in der sich derzeit 20 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren sportlich betätigen.

Die Durchführung der regelmäßigen Altpapiersammlungen und der Christbaumsammlung sowie die Bereitstellung eines Schrottcontainers sichern die Finanzierung der Jugendabteilung.

Dass das Sportfest die größte Einnahmequelle für den VfB ist und welche Aufwendungen für den laufenden Betrieb nötig sind, beleuchtet Kassier Michael Heid. Nach seinen Ausführungen verfügt man über gesicherte Finanzmittel, die für unvorhersehbare Investitionen aber auch dringend von Nöten seien.

Die Neufassung der Satzung, die von Guido Zilling ausführlich vorgestellt wurde, wurde einstimmig angenommen. Die größten Neuerungen gibt es im Bereich des Vorstands, der anstelle des ersten und zweiten Vorsitzenden künftig aus bis zu drei gleichberechtigten Vorsitzenden besteht.

Auf Grundlage dieser Neufassung erfolgten unter der Leitung von Rainer Sauer die Neuwahlen, die einen Generationswechsel einläuteten. Als gleichberechtigte Vorsitzende führen künftig Johannes Hemberger, Markus Koller und Patrick Rhein den VfB.

Als stellvertretender Schriftführer fungiert künftig Tobias Münch. In den Spielausschuss wurden Heiko Neubig, Lukas Schulz, Hendrik Wittwer, Jens Riehl und Marcel Hauber gewählt. Die Kasse wird im kommenden Jahr von Karin Hemberger, Christopher Scheuermann, Werner Sauer und Gerlinde Gramlich geprüft.

Zum Abschluss der Versammlung verabschiedeten Johannes Hemberger und Patrick Rhein ihre Vorgänger. Sie lobten Guido Zilling als kritischen und analytischen Vordenker, den seine ruhige und besonnene Art, vor allem in hitzigen Diskussionen, auszeichnete.

Achim Rhein Ehrenvorsitzender

Achim Rhein, der sich in den letzten 41 Jahren als Jugendtrainer, Jugendleiter, Spielertrainer und Vorsitzender für den Verein eingesetz und dabei noch die unerreichte Zahl von 660 Seniorenspielen für den VfB absolviert hat, wurde letztlich unter stehenden Ovationen zum Ehrenvorsitzenden ernannt. von