Limbach

Prunksitzung in Limbach „Wulle-Wacken“ überzeugten mit einem bunten Programm / Beste Abendunterhaltung

Ein grandioses närrisches Werk getan

Archivartikel

Limbach.Kurz nach halb acht ließ Präsident Holger Pabst seine Wulle-Wacken getreu dem Vereinslied aus dem Stall und als er sie fünf Stunden später wieder einsammelte, hatten die ein grandioses närrisches Werk getan. Beste Abendunterhaltung, mit Tänzen aller Couleur, Musikbeiträgen und vor allem tolle Redebeiträgen , denen bis weit nach Mitternacht höchste Aufmerksamkeit geschenkt wurde. So vielseitig gemischt muss Fastnacht vor Ort einfach sein.

Natürlich liegt sowas auch am Sitzungsleiter und da hat Limbach mit Holger Pabst einen wahren Glücksgriff getan. Der „Lembocher Pabst“ ist schlagfertig und geht keinem Rededuell, egal ob mit dem „Bormeschter“ oder der „Geischtlichkeit“ , aus dem Weg. Grandios, wie er den beiden katholischen Geistlichen Stoffers und Huber Holzpellets für die Kirche überreichte, weil dort die Heizung ausgefallen war und angeblich der ganze Kirchenchor erkrankte. Es entwickelte sich spontan ein toller Dialog , bei dem der Wulle-Wack-Präsident mit der Schlussbemerkung „Egal was ihr macht, emm Pabst, also mein, Sege hebbt ihr“ als gefühlter fastnachtlicher Sieger hervor ging.

Los ging das närrische Spektakel mit dem Einzug des Wulle-Wack Elferrates samt Garden , sowie der anwesenden Narrenfreunde aus Laudenberg, Heidersbach, Trienz, Krumbach, Mudau , Hettingen, Donebach und Mudau. Die erste Rede des Abends oblag dann dem Kinderprinzenpaar Jana (Schäfer) und Finley( Wild), die das ebenso souverän erledigten, wie das große Prinzenpaar, das in diesem Jahr italienisch daher kommt. Maurizio (Intagliata) der I. und seine Ehefrau Stefania I repräsentieren künftig die Wulle-Wack. Das werden sie sicher souverän tun, denn ihre Proklamation bewies Tanztalent, feinsinnigem Humor und strahlte einfach Freude an der Faschenacht aus.

Werbeträger für die Wulle-Wack ist auch Tanzmariechen Janine Gramlich, die mit ihren akrobatischen Bewegungen nicht nur Trainer-Mutti Anja Gramlich stolz machte. Stolz der hausfraulichen Art zeigte dann Sandra Schiffmann mit der Büttenrede, in der sie die männlichen Gewohnheiten unter die Lupe nahm. Ohne Worte, aber mit viel Taktgefühl gefiel danach die Juniorengarde der Wulle-Wack (trainiert von Sabrina und Anja Blaschzok), ehe Bürgermeister Thorsten Weber die Bütt betrat. Er warf den Wulle-Wacken Untätigkeit während deren Amtszeit vor und berichtete von zeitgleichem Schneefall in ganz Limbach. Der Bürgermeister nahm närrisch kein Blatt vor den Mund. Auf jeden Fall ist der Wechsel vom Huddelbätz zum Wulle-Wack , das ist im übrigen auch das Thema des Jahresordens, rundum gelungen.

Schwimmstunde

Gelungen war auch die nachfolgende Schwimmstunde im Altersheim-Jungbrunnen, einstudiert vom Elferrat, und der Schautanz der Wulle-Wack. Da nahmen 17 junge Damen den Saal mit auf Freibeuter-Fahrt auf hohe See. Klasse einstudiert von Laura Zimmerman und Daniela Steinbrenner. Für viel Gesprächsstoff in der Pause sorgte der Dorftratsch für den Alexandra Motzer, Sandra Schiffmann und Ilona Kreis sorgten. Angebrannte Töpfe, Christbaumprämierungen, leere Heizöltanks und der Wegfall der Info-Zentrale Götzinger, Altpapier im Postauto – den drei Damen entging nichts.

Nach der Pause ging‘s nach China, doch die Geishas mit Schirmchen entpuppten sich letztlich als die von Anja Gramlich trainierte Seniorengarde der Wulle-Wack. Von den Problemen einer einsamen Seniorin berichtete danach Antje Gellner von den Dick-Do Heidersbach. Super rübergebracht und mit tosendem Beifall belohnt. Fantastisch, fernsehreif und „wow“ hörte man danach beim Gastauftritt des TSC Walldürn. Über 20 Damen nahmen das Publikum mit auf eine Reise in die Ewigkeit und ließen es am Ende ob des Tempos und der Akrobatik staunend zurück.

Da hätte man durchaus den Flug „Lusthansa Narrenflug LH 111“ gebraucht, dessen Piloten Achim (Brötel) und Peter (Fieger ) zusammen mit den grazilen Stewardessen Rita und Gerda dann im Wulle-Wack Land landeten. Gags vom Panda-Bär beim Fotografen, und Lieder wie „Im Flieger vor mir“ und „Wir feiern Faschenacht „ ließen die eh gute Stimmung im Saal weiter ansteigen. Klar, dass auch da eine Zugabe nicht ausblieb, genau wie beim anschließenden Tanz der großen Wulle-Wack-Prinzengarde. Die, so Holger Pabst, ist ein Aushängeschild der Limbacher Fastnacht und Laura Zimmermann als Trainerin sorgte dafür, dass dies auch weiterhin so bleibt. Wolfgang König aus Höpfingen oblag es dann mit einer „Mitternachtsbütt“ anzutreten. Er bewältigte als Sicherheitsbeauftragte diese Aufgabe vorzüglich, machte Kreisrat Knapp zum Strommesser, Bürgermeister Weber zum Notfall-Einweiser und zeigte die Geheimnisse der deutschen Sprache auf.

Erwartungen erfüllt

Das Finale der Wulle-Wack-Prunksitzung ist traditionell dem Männerballett vorbehalten. Und das enttäuschte auch diesmal wieder nicht die hohen Erwartungen. Aus Panzerknackern wurden echte Superhelden, die mit viel Akrobatik und Einsatz der manchem das „letzte bissle Luft aus der Lunge pumpte“ die Beute wieder zurück in den Banktresor brachten. Klar, dass die zehn Superhelden, bei denen bei genauem Hinschauen mit Kerstin Kreis-Kircher und Helen Heckmann doch zwei Frauen das Sagen haben, nach einer Verschnaufpause und lautstarkem „das war Spitze“ eine Zugabe fällig war.