Limbach

Karnevalsgesellschaft „Wulle-Wack“ Rund 20 Fußgruppen und Wagen sorgten beim Umzug in Limbach für gute Stimmung trotz schlechtem Wetter

Ein Rasenmäher auf seiner letzten großen Fahrt

Archivartikel

Limbach.Regen? Windböen? „Dem rechten Narren macht das nichts aus“, erklärte Zugleiter und „Wulle-Wack“-Präsident Holger Pabst. „Und gegen das Wetter kann selbst der Pabst nichts machen“, schmunzelte er weiter. Abgesagt hatte wegen des Wetters aber keine der rund 20 Gruppen, versicherte Pabst.

Regen macht Narren nichts aus

Die ersten Zugteilnehmer hatten sich schon um Viertel nach 12 an der Ringstraße aufgestellt, berichtete ein Anwohner und vermutete: „Die sind wahrscheinlich noch vom Umzug gestern in Mudau nass“. Die Trienzer „Schorlemafia“ verteilte „Belegte“, fast alle Gruppen hatten heiße Getränke dabei, viele tanzten sich auf der Straße zur wummernden Musik aus den Umzugswagen warm.

Mit einem kräftigen und dreifachen „Wulle-Wack“ begrüßten Pabst und die unverdrossenen Zuschauer auf dem Marktplatz die vorbeiziehenden Teilnehmer. Den Auftakt machte der Musikverein Limbach, gefolgt vom Wagen des Kinderelferrats der KG „Wulle-Wack“, den farbenprächtigen, fröhlichen „Rotznasen“ (Motto „Winnetou der Kakadou“) und den Piraten.

Unter die vielen „Lembocher“ Gruppen mischten sich auch auswärtige Narren und sorgten für Stimmung, so die wieder einmal lautstarken „Sattelbacher Ratzen“, die gelb-blauen „Schorle“-Truppen aus Trienz, das Lohrbacher Fastnachtsteam „Werner Beinhart“ und die temperamentvollen Rielinger „Muggebatscher“ aus Muckental.

Die Faschnachtsfreunde Mudau machten die Rathaus-Baustelle in ihrer Gemeinde humorvoll zum Thema ihres Wagens.

„Wetterchaos“ in Szene gesetzt

Tolle Kostüme präsentierte die Limbacher Fußtruppe „Sascha Weiß“, welche mit Flocken, Blitzen und Wolken äußerst passend das Thema „Wetterchaos“ in Szene setzten. Es folgten die „Punks“ aus Balsbach, die mit Bässen und Schunkeln ihren Wagen ordentlich ins Schwanken brachten. Viel Beifall gab es für den Rasenmäher der Freya Limbach auf seiner letzten Fahrt: An seiner Stelle ist künftig ein Mähroboter unterwegs, erläuterte Bürgermeister Thorsten Weber am Rand des Umzugs.

Die Fastnachter der Freya „pflanzten“ Hornveilchen auf Poller an der Straße und künftig auch am Sportplatz. „Wagenschwend im Tiefenrausch“, „Steeoicher“ aus Scheringen, die Vfr-Jugend „Wilder als der Westen“ aus Fahrenbach, DRK und DLRG Limbach sowie die „Wild Hogs“ aus Laudeberch – sie alle standen auf dem Programm und wurden vom Publikum mit lauten „Wulle-Wack“-Rufen gefeiert. Den Abschluss des fröhlichen Zugs markierte nach gut 40 Minuten die Karnevalsgesellschaft „Wulle-Wack“ mit dem Wagen des Prinzenpaars und den beiden Nachwuchs-Hoheiten. Sie führten die Zuschauer in die Festhalle, wo im Trockenen weiter gefeiert wurde – bis die Entenverbrennung auch der Limbacher Fastnacht ein Ende bereitete. sab