Limbach

Freiwillige Feuerwehr Limbach Neubau des Gerätehauses kostet 1,9 Millionen Euro / Symbolischer Spatenstich im Beisein zahlreicher Ehrengäste

Großprojekt dient der Sicherheit aller

Mit dem symbolischen Spatenstich hat der Bau des neuen Feuerwehr-Gerätehauses in Limbach begonnen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro.

Limbach. „Dies ist ein historischer Tag für Limbach“, konstatierte Bürgermeister Thorsten Weber anlässlich des Spatenstichs zum Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Limbach. In seiner Begrüßungsrede zeigte er sich erfreut, dass neben MdB Alois Gerig, Landrat Dr. Achim Brötel und seinem Vorgänger im Amt Bruno Stipp auch zahlreiche Vertreter des Gemeinderats und der Feuerwehr sowie des Planungs- und Ausführungsteams sowie weitere Gäste vertreten waren. Weber sah es als eine gern wahrgenommene Pflicht an, die 133 Feuerwehrmitglieder in ihrem ehrenamtlich wahrgenommenen Dienst nach besten Kräften zu unterstützen. Angesichts der zahlreichen Einsätze in den vergangenen Jahren sei es für die Gemeinde eine Selbstverständlichkeit, eine ordentliche Sachausstattung zu gewährleisten, wozu auch der Neubau eines angemessen ausgestatteten Feuerwehrhauses gehöre, zumal ein Umbau der alten Örtlichkeit nicht mehr rentabel gewesen wäre.

Auch wenn die Gemeinde knapp 1,2 Millionen Euro des Gesamtvolumens von 1,9 Millionen Euro aufbringen müsse, und außerdem mit dem Schulausbau ein weiteres Großprojekt anstehe, sei es sinnvoll, diese Investitionen zu tätigen. Weber wünschte dem Projekt einen unfallfreien und reibungslosen Ablauf.

Alois Gerig würdigte die Arbeit der Mitglieder der Feuerwehr. Er dankte allen am Bau Beteiligten für ihr Engagement und lobte die selbstlose Arbeit der Ehrenamtlichen. Landrat Dr. Brötel betonte in seiner gewohnt unterhaltsamen Festrede, dass er sich gerne „in die Reihe der Arbeitswütigen“ einordne, um den Spaten zum Gelingen eines guten Werkes zu schwingen. Er erinnerte an die bereits mehrere Jahre andauernde Planungsphase, die jetzt nach den entsprechenden finanziellen Zusagen in die Tat umgesetzt werden könne. Gleichzeitig dankte er dem früheren Bürgermeister Bruno Stipp und erinnerte daran, dass die Feuerwehr kein anonymes Gebilde sei, sondern eine Gemeinschaft, die der Sicherheit aller diene. Sie sei immer präsent, wenn Not am Mann sei, helfe bei Bränden, Unfällen und Unwetterereignissen und stelle in vielen Fällen nicht nur Zeit und Arbeit zur Verfügung, sondern bringe auch immer wieder ihre eigene Gesundheit oder sogar ihr Leben in Gefahr, um zu helfen. In Limbach seien drei Prozent der Bevölkerung in der Feuerwehr engagiert, was den Spitzenwert im Kreis darstelle. Daraus leitete er die Verpflichtung ab, diesen Menschen bestmögliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, auch wenn dies Kosten verursache.

Verbunden mit dem Wunsch, dass das Vorhaben unfallfrei und ohne Komplikationen ablaufen möge, übergab Brötel das Rednerpult an Architekt Bernhard Bangert. Dieser stellte heraus, dass die unermüdliche Einsatzbereitschaft natürlich die beste technische und materielle Ausstattung benötige, zu der auch entsprechende Räumlichkeiten gehörten. Nachdem er den Neubau als einen Gebäudekomplex mit sinnvoll getrennten Funktionsbereichen beschrieben hatte, der technische Anforderungen in ein soziales Gefüge integriere, drückte er seine Freude darüber aus, an diesem anspruchsvollen Projekt mitwirken zu dürfen.

Auch Kommandant Josef Bangert dankte den Feuerwehrmitgliedern für ihre Arbeit und bezog auch die Vertreter von Bund, Land, Kreis und der Gemeinde mit ein. Nachdem die versammelten Honoratioren bei strahlendem Sonnenschein den ersten Spatenstich getätigt hatten, lud Bürgermeister Weber zu einem Umtrunk in das derzeit noch aktuelle Feuerwehrhaus ein. bk