Limbach

Limbacher Gemeinderat tagte Erste Sitzung im neuen Jahr fand vor der nichtöffentlichen Haushaltsklausur statt

Kinderbetreuung soll ausgeweitet werden

Limbach.Zu einer ungewohnten Uhrzeit an einem ungewohnten Sitzungstag konnte Bürgermeister Thorsten Weber den Limbacher Gemeinderat zu einer so ursprünglich nicht geplanten, öffentlichen Sitzung willkommen heißen. Nachdem der Gemeinderat sich aber zur nichtöffentlichen Haushaltsklausur traf, hatte sich die Verwaltung entschlossen, dieser eine kurze öffentliche Sitzung voranzustellen, da die nächste Sitzung am 25. Februar schon jetzt mit einem bunten Themenspektrum ausgelastet ist. Man legte am Ende der Sitzung deshalb auch fest, mit der nächsten Gemeinderatssitzung bereits um 18 Uhr zu beginnen.

An dieser ersten Sitzung nahm als Gast auch Georg Farrenkopf teil, der ab 1. März 2019 die Mannschaft des Limbacher Rathauses in Nachfolge des bisherigen Bauamtsleiters Uwe Grasmann verstärken wird. Grasmann erläuterte im ersten Tagesordnungspunkt dem Gemeinderat dann die vorliegenden drei Baugesuche. Die Abweichungen von den Bauvorschriften fanden bei einem geplanten Einfamilienhaus in Limbach genauso die einstimmige Zustimmung, wie bei der Errichtung eines kleinen Stallgebäudes in Wagenschwend und beim Neubau einer Lagerhalle in Limbach.

Reine Formsache war die Annahme von drei, im Dezember des letzten Jahres eingegangenen Spenden, die ebenfalls die einhellige Zustimmung im Gremium fand.

Die Kommunalwahlen am 26. Mai werfen auch ihre formalen Schatten voraus. Der Gemeinderat bestimmte den Gemeindewahlausschuss einstimmig per Akklamation. Dieser besteht aus Bürgermeister Thorsten Weber als Vorsitzenden, Hauptamtsleiterin Birgit Guckenhan als Stellvertreterin, dem Schriftführer Rainer Kochendörfer (Stellvertreter Ronny Link), den Beisitzern Klaus Rhein (Stellvertreterin Anne Stephan) und Werner Schork (Stellvertreter Marvin Link) sowie dem Praktikanten Ronny Link als Hilfskraft. Der Bürgermeister appellierte in diesem Zusammenhang nochmals an die Bürger, sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen, da die jeweiligen Kandidaten hierzu nicht herangezogen werden können. Für die Wahlen wird es in jedem Ortsteil einen Wahlbezirk und somit auch insgesamt sieben Wahllokale geben, die dort, wo möglich, auch barrierefrei zu erreichen sein werden.

Breiteren Raum nahmen die im kommenden Jahr an der Grundschule Laudenberg geplanten Betreuungsangebote ein. Als familienfreundliche Kommune müsse man solche Angebote machen. Der Bürgermeister war der festen Überzeugung, dass der künftige Bedarf an längerer Betreuung auch im Grundschulbereich sukzessive steigen wird. Nachdem eine Umfrage im vergangenen Jahr für das nächste Schuljahr 2019/2020 einen zusätzlichen, über das bisherige Angebot der Verlässlichen Grundschule, hinausgehenden Bedarf der Betreuung bis 14 Uhr ergab, schlug Thorsten Weber dem Gemeinderat vor, den Eltern ein solches Angebot auch zu unterbreiten.

Voraussetzung ist allerdings, dass dann auch mindestens vier Kinder in diesem Angebot betreut werden. Der Bürgermeister betonte, dass beim elfmonatigen Angebotspreis von 65 Euro pro Monat die Gemeinde ungefähr die Hälfte der Kosten aus eigenen Mitteln einbringen wird. Leider gebe es für die Ausweitung des bestehenden Betreuungsangebots keine Fördermittel des Landes. Der Gemeinderat begrüßte die Angebotsausweitung, über deren Erfolg letztendlich aber die Bedarfe der Eltern entscheiden, die mangels Busverkehr ihre Kinder auch nach der Betreuung von der Schule abholen müssten. Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat nach 13 Jahren Preiskonstanz eine Anhebung der auf elf Monate ausgelegten Kostenbeteiligung bei der Verlässlichen Grundschule auf 40 Euro pro Monat und bei der flexibel einsetzbaren Zehner-Karte analog auf 80 Euro. Die neuen Beträge werden für zwei Schuljahre konstant bleiben. Auch hier wird die Gemeinde einen deutlichen Anteil der Kosten weiter aus kommunalen Mitteln tragen. In den Beschluss inkludiert war auch der zusätzliche Beitrag von 65 Euro pro Monat für das erweiterte Angebot.

Mit der Bekanntgabe von personellen Entscheidungen in Bezug auf das gemeindliche Bauamt und zur Verstärkung des Bauhofs sowie einer in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden getroffenen Eilentscheidung zur Ausführung der Tore am neuen Feuerwehrgerätehaus ging die kurze Sitzung nahtlos in die Haushaltsklausur des Gemeinderats über.