Limbach

Gemeinderat Limbach Pläne zur Erweiterung der Gemeinschaftsschule am Schlossplatz besprochen / Feuerwehrbedarfsplan soll Gefahrenpotenziale bewerten

Klassenräume im Neubau untergebracht

Archivartikel

Limbach.Zügig abgearbeitet wurde am Dienstagabend die Tagesordnung der jüngsten Limbacher Gemeinderatssitzung. Im Blickpunkt standen vor allem die Schulen sowie mehrere vergebene Aufträge. Bürgermeister Thorsten Weber begrüßte zur öffentlichen Sitzung einige interessierte Zuhörer, ehe die Vergabe eines Feuerwehrbedarfsplanes an die Firma Forplan aus Bonn für rund 8500 Euro beschlossen wurde. Der Bedarfsplan beinhaltet ein umfangreiches Aufgabenspektrum, angefangen von der Bewertung der Gefahrenpotenziale im Gemeindegebiet bis hin zu einem mittelfristigen Fahrzeug- und Ausrüstungskonzept. Der Bedarfsplan ist auch Voraussetzung für künftige Fachförderungen im Feuerwehrbereich.

Tagesbetreuung bleibt bestehen

Das Angebot der Verlässlichen Grundschule, das die tägliche Betreuung im Rahmen der regulären Schulzeit bei späterem Schulbeginn oder früherem Schulende sicherstellt, wird auch im kommenden Schuljahr in bewährter Weise unter Leitung von Gabriele Schäfer fortgeführt. Neben der monatsweisen Betreuung für das gesamte Schuljahr, für das acht Eltern Interesse bekundet haben, soll auch eine Betreuung mit 10er-Karten für einzelne Tage möglich sein. Dafür gibt es 18 Interessenten. Die Preise bleiben unverändert.

Nach der einstimmigen Annahme dreier Spenden für das Straßenfest, die Gemeinschaftsschule und die Feuerwehrabteilung in Laudenberg beschäftigte sich das Gremium mit drei Auftragsvergaben. Sowohl der Ausbau einer barrierefreien Bushaltestelle in der Laudenberger Straße in Limbach zum Angebotspreis von 65 948,49 Euro an die Firma Meny Bau (Mosbach) wie auch die Lieferung von 29 Rollcontainern für die Lernstudios der Gemeinschaftsschule zum Preis von 6177,29 Euro an die Schreinerei Andreas Stipp aus Limbach fanden im Gremium ein einstimmiges Votum. Mehrheitlich stimmte der Gemeinderat für den Vorschlag der Verwaltung, die Ausschreibung für die Neuanlage des Rasenurnen- und Urnengrabfeldes auf dem Friedhof in Krumbach aufzuheben. Obwohl noch nicht alle Leistungen ausgeschrieben wurden, lagen die Kosten bereits um knapp 60 Prozent über dem geschätzten Gesamtkostenrahmen. Auch wenn Bedenken geäußert wurden, ob eine erneute Ausschreibung zu besseren Angeboten führt, sprach sich das Gremium hierfür aus.

In Heidersbach sollen im kommenden Jahr weitere sechs Bauplätze entstehen, von denen drei bereits reserviert sind. Grundlage für die Erschließung sind Planungen für Straßenbau, Entwässerung und Wasserversorgung. Diese Planungen wurden an das Ingenieurbüro IFK in Mosbach für rund 27 500 Euro vergeben. Nachdem bereits im Laufe des Jahres diverse Bauplatzerschließungen auf den Weg gebracht wurden, sei diese Vergabe ein weiterer Baustein in eine möglichst gleichmäßige Entwicklung in der Gesamtgemeinde, wie der Bürgermeister Weber betonte.

Zweigeschossiger Neubau

Bauamtsleiter Uwe Grasmann stellte den Bauantrag für den Umbau und die Erweiterung der Gemeinschaftsschule am Schlossplatz vor. Der Neubau soll als zweigeschossiger Baukörper nördlich der bestehenden Schule in Massivbauweise errichtet werden. In diesem werden dann die Klassenräume untergebracht, während die Fachräume in das bestehende Schulgebäude verlagert werden. Das gesamte Schulensemble wird nach Abschluss der Maßnahmen behindertengerecht ausgebaut sein. Bürgermeister Weber bekräftigte die Absicht, im nächsten Jahr mit dem Neubau zu beginnen, nachdem nun auch bei den einzelnen Fördermittelbausteinen Klarheit bestehen würde. Bauamtsleiter Grasmann stellte anschließend ein privates Baugesuch vor, das unter Erteilung der notwendigen Befreiungen die Zustimmung des Gremiums fand.

Festlegung der FFH-Gebiete

Unter dem Tagesordnungspunkt „Informationen“ gab es eine Reihe von Mitteilungen. So musste der Bürgermeister für die Beschaffung eines neuen Geräts zur Durchflussmessung für die Kläranlage Scheringen eine Eilentscheidung treffen. Hauptamtsleiterin Birgit Guckenhan informierte im Detail über die Auswirkungen der geplanten Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der FFH-Gebiete (Fauna, Flora, Habitat) auf der Gesamtgemarkung der Gemeinde und die beabsichtigten Stellungnahmen der Verwaltung zu den betroffenen Gemeindegrundstücken. Die geplante Antwort der Gemeinde fand einhellige Zustimmung im Gremium.

Der Bürgermeister verwies auf das neue Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und auf die Antragseinreichung bei der Verwaltung bis spätestens zum 6. September 2018. Eine kostenfreie Beratung und Abstimmung im Vorfeld sei bei allen geplanten Vorhaben möglich. Der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit mit Fahrenbach auf dem Gebiet des Standesamts ist Ziel eines öffentlich-rechtlichen Vertrages, dessen Hauptinhalt die gegenseitige Vertretungsregelung im Krankheits- und Urlaubsfall sein soll. Der Vertrag stieß im Gremium auf breite Zustimmung.

Schließlich informierte Weber noch über die vergangene Sitzung des Abwasserzweckverbands Fahrenbach-Limbach, auf der unter anderem die Jahresrechnung 2017 und der Haushalt 2018 beschlossen wurden. Für die Erneuerung der Wanderwegweisung auf der Gesamtgemarkung sei darüber hinaus im kommenden Jahr eine interkommunale Kooperation mit der Stadt Buchen und der Gemeinde Fahrenbach geplant, so das Gemeindeoberhaupt. Eine Förderung in Höhe von 60 Prozent werde angestrebt.

Eine Anfrage des Gemeinderats bezog sich unter anderem auf die plötzlich nicht mehr mögliche Mobilfunkverbindung bei Verträgen mit dem Anbieter E-Plus. Der Bürgermeister konnte dies auch aus Erfahrungen des gemeindlichen Bauhofs heraus bestätigen und hat mit dem Anbieter bereits Kontakt aufgenommen.