Limbach

Blick in die Geschichte 40 Jahre Seniorenwerk „St. Valentin“ Limbach, Krumbach, Laudenberg gefeiert

Sinnvolle Gestaltung des Alters auf Gemeindeebene

Archivartikel

Limbach.Das Seniorenwerk Limbach, Krumbach, Laudenberg, seit sechs Jahren auch mit Teilnehmern aus Robern, feierte in der Pfarrkirche „St. Valentin“ und im Gemeindehaus „Maria Frieden“ sein 40-jähriges Bestehen.

Der Gottesdienst wurde mitgestaltet von den Diakonen Franz Mainz und Wolfgang Häffner (vom Dekanatsvorstand), instrumental von Diakon Reiner Roos und Margit Stipp sowie von den Vorsitzenden des Altenwerks, Anneliese Frühwirth und Gerlinde Neubeck.

Erinnert wurde auch an Willi Bopp, als letztes Gründungsmitglied im November 2017 verstorben, der die Aktivitäten des Altenwerks – und vieles mehr – in Wort und Bild dokumentiert hat.

Beim Programm im Gemeindehaus warben die Kindergartenkinder mit dem Singspiel vom „Vier-Farben-Land“ für ein buntes Miteinander durch Offenheit und Toleranz. Das Brautpaar Anneliese und Gerlinde und Kellnerin Friedhilde unterhielten die Gäste mit dem Sketch „Hochzeitstag“.

Bürgermeister Thorsten Weber ging auf die notwendige und berechtigte Einbindung aller Altersgruppen in das gesellschaftliche Leben ein. Christian Tamme, Vorsitzender des Dekanats-Altenwerks, dankte unter anderem für die Nutzung der Limbacher Räumlichkeiten für Fortbildungsveranstaltungen.

Unter den Gästen waren auch die Verantwortlichen vom Altenwerk Wagenschwend/Balsbach. Das Küchenteam sorgte wie gewohnt für die Bewirtung. Gerlinde Neubeck berichtete in Auszügen von den Anfängen bis heute.

Der Besuch eines Grundkurses der Erzdiözese zur Altenarbeit im Bildungshaus Neckarelz im Oktober 1977, angeregt durch Pfarrer Alfons Kilian, steht am Anfang des Altenwerks „St. Valentin“ Limbach. Die Teilnehmer Karl Fuhrmann (Altbürgermeister), Hermann Bangert (Kirchenchorvorstand) und Karl Kehl (Vorsitzender des Sportvereins „Freya“ Limbach) fanden dann bei der Gründungsversammlung am 16. Januar 1978 mit Willi Bopp (Vorsitzender des Pfarrgemeinderates), Anneliese Bader (Vorsitzende des Caritaskreises) und Lenchen Blatz (Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft) weitere Mitarbeiter.

Vorsitzender Karl Fuhrmann beschreibt in der Chronik Zielsetzung und Programm, darunter Anregungen zur sinnvollen Gestaltung des Alters, gemeinsame Gespräche bei Kaffee und Kuchen, Gebet und Besinnlichkeit, Vorträge, Ausflüge und gemeinsames Singen.

Zur Premiere am 19. Januar 1978 waren alle Frauen (ab 60) und alle Männer (ab 65) beider Konfessionen aus Limbach, Krumbach und Laudenberg willkommen. Schon früh übernahm ein Küchenteam die Bewirtung und eine Männergruppe die Vorbereitung des Saales in „Maria Frieden“.

Auftakt war und ist bis heute eine Heilige Messe oder eine Mai- oder Rosenkranzandacht.

1985 übernahm Hildegard Reißfelder den Vorsitz (Mitarbeit Helene Fuhrmann), gefolgt 1996 von Hanna Velten. Ab 1999 wirkte Gertrud Schäfer im Altenwerk mit. Als Vorsitzende ab 2001 wurde sie von Elfriede Schäfer aus Laudenberg unterstützt. 2008 und 2009 kamen Anneliese Frühwirth und Gerlinde Neubeck dazu. Sie übernahmen im Dezember 2015 den Vorsitz (Mitarbeit Friedhilde Appel). Der erste Nachmittag im Jahr ist immer der Fastnachtsnachmittag mit Sketchen, Büttenreden, Tanzmariechen und Jugendgarde. Im Sommer und im Advent sind die Kindergartenkinder aus Limbach zu Gast.

Vorträge und Bildpräsentationen blicken in die Vergangenheit oder informieren über ein aktuelles Thema. Lieder und Sketche, mal eine schöne Geschichte, Anekdoten, Rätselspiele und anderes lockern die Nachmittage auf. Ein Weinfest im Oktober und die Adventsfeier beschließen das Jahr. nsch