Limbach

Gemeinderat Limbach Langjährigen Bauamtsleiter verabschiedet / Neue Schulräume in Containern / Arbeiten für diverse Bauvorhaben vergeben

„Solitäre Kurzzeitpflege“ in Heidersbach

Limbach.Bevor die jüngste Gemeinderatssitzung begann, verabschiedete der Gemeinderat den langjährigen Limbacher Bauamtsleiter Uwe Grasmann. Seit 18 Jahren leiste er gute und zuverlässige Arbeit im Rathaus Limbach, nun werde er auch beruflich in seinen Heimatort Walldürn zurückkehren und dort ab Juni im Gemeindeverwaltungsverband tätig sein. Hierfür wünschten ihm Bürgermeister Weber und der Gemeinderat alles Gute.

Plan „Kurzzeitpflege“ vorgestellt

Der Caritasverband Neckar-Odenwald beschloss auf seiner Sitzung am 9. April, das Sonderförderprogramm „Solitäre Kurzzeitpflege“ vom Sozialministerium Baden-Württemberg wahrzunehmen und dieses in Heidersbach zu realisieren. Da jetzt die Kooperation der Gemeindeverwaltung mit dem Caritasverband feststehe, sei laut Weber der richtige Zeitpunkt gekommen, den Planungsprozess in Gang zu bringen und die Öffentlichkeit über das Vorhaben zu informieren.

Einig war sich das Gremium, das es positiv sei, wenn die Informationsprozesse für die Ortschaftsräte verbessert werden könnten, wie Rainer Sauer und Gerhard Noe vermerkten.

Meinrad Edinger, Geschäftsführer vom Caritasverband Neckar-Odenwald-Kreis, stellte das Modellprojekt vor, das mit Fördermitteln in Höhe von 7,6 Millionen Euro unterstützt wird.

„Die Notwendigkeit der Kurzzeitpflege wurde vom Land erkannt und die Mittel ad hoc zu Verfügung gestellt. Da wir schon länger in diesem Bereich aktiv werden wollen, haben wir uns nun auf die Fördermittel beworben“.

Die solitäre Kurzzeitpflege ist als rehabilitative Nachsorge für Menschen gedacht, die sich im Anschluss an ihre Krankenhausbehandlung noch nicht selbstständig versorgen können, so Edinger weiter. Aber auch Angehörige pflegebedürftiger Personen können eine sogenannte Kurzzeitunterbringung ebenso beantragen.

Die Wahl des Standorts fiel auf die 5200 Hektar große Fläche am südlichen Ortsausgang an der B 27. Gegenüber der geplanten Fläche befindet sich das Sportgelände des VfB Heidersbach, nebenan in nördliche Richtung grenzt das Plangebiet an die Kirche St. Wendelin. Die Kurzzeitpflegeeinrichtung soll in einem eingeschossigen länglichen Neubau untergebracht werden, der 18 Pflegeplätze bietet und zehn bis 15 neue Arbeitsplätze schafft.

Gute Anbindung

Die geplante Kurzzeitpflegeeinrichtung soll mit mehreren direkten Zu- und Abfahrten an die B 27 angebunden werden. Wegen der guten Anbindung an die Bundesstraße und der zentralen Lage zwischen den Krankenhausstandorten Buchen und Mosbach, hatte man sich für Heidersbach entschieden.

Das Gremium verspricht sich von der Neugestaltung des südlichen Ortseingangs außerdem eine Geschwindigkeitsreduzierung. Der Gemeinderat stimmte schließlich dem vorgestellten Bebauungsplan sowie dem Parallelverfahren zu. Mit den genehmigten Ingenieurverträgen und Auftragsvergaben leitet der Gemeinderat die Realisierung der anstehenden kommunalen Aufgaben im Baugewerbe und der Bildung ein. Konkret beinhaltet dies die Heizungserneuerung an der Gemeinschaftsschule in Limbach.

Hierfür erstellt das Ingenieurbüro Willhaug ein Wärmeversorgungskonzept. Im Zuge des Schulumbaus und zwei zehnten Klassen werden zusätzliche Schulräume für das Schulhabjahr 2019/2020 benötigt, die durch Containeranlagen abgefangen werden sollen.

Der Gemeinderat ermächtigte Bürgermeister Weber zunächst zur Beschaffung, aber unter Vorbehalt, eine kostengünstigere Alternative bis zum Schulbeginn finden zu wollen.

Die Planungen von Kanalisation, Wasserversorgung und Straßenbau übernimmt das Ingenieurbüro Sack und Partner aus Adelsheim. Die Firma Kispert Bau aus Limbach führt die Erschließungsarbeiten in Krumbach ab Herbst 2019 durch. Um der Nachfrage nach Baugrund gerecht zu werden, lässt der Gemeinderat einen Bebauungsplan für Hirschberg III“ in Limbach aufstellen. Die Planungen übernimmt das Ingenieurbüro IFK aus Mosbach.

Feuerwehr-Neubau

Auch für den Neubau und die Sanierung der Alten Schule in Krumbach konnten Aufträge an ortsansässige Firmen vergeben werden. Der Gemeinderat vergab Heizungsbau und Sanitär an die Firma Johmann aus Limbach, Gerüstbau an die Firma Blatz aus Hettingen und Zimmerarbeiten an Müller Grimm aus Buchen.

Spenglerarbeiten werden von der Firma Gramlich in Limbach und Fensterbauarbeiten von der Firma Sauer in Heidersbach ausgeführt. Die Vergabesumme aller Gewerke beläuft sich auf 200 860,76 Euro.

Für den Feuerwehr-Neubau in Limbach wurden Malerarbeiten an die Firma Christ aus Krumbach vergeben. Die Metallbau- und Schreinerarbeiten werden erneut beschränkt ausgeschrieben.