Limbach

FG „Hederschboch Dick Do“ Bei der Prunksitzung im „Hällele“ überzeugten die Akteure mit Originalität und Ideenreichtum

Wortwitz und fantasievolle Showeinlagen

Heidersbach.Kein Auge trocken blieb bei der ersten Prunksitzung der FG „Hederschboch Dick Do“. Die Aktiven wussten durch Wortwitz in den mitreißenden Vorträgen ebenso zu gefallen, wie durch Ideenreichtum und Originalität bei den fantasievollen Showauftritten und Tänzen. „Es war ein tolles Programm“, lautete das Fazit der begeisterten Besucher, die ihr Kommen nicht bereuten und so manche Lachsalve in den Narrenhimmel abschossen.

Zahlreiche erwartungsfrohe Gäste aus nah und fern, darunter auch Abordnungen von den „Klingemännern“ aus Waldhausen und den „Wulle Wacken“ aus Limbach, begrüßte der gut aufgelegte Präsident Volker Noe, und das von einheimischen Akteuren bestrittene, 20 Punkte umfassende Programm, konnte sich wahrlich sehen lassen.

Humorvolle Proklamation

Den Anfang machte das „Dick Do“ Tanzmariechen Milena Sauer, das mit seiner Darbietung gleich für Aufmerksamkeit im Auditorium sorgte. In der humorvollen Proklamation des Prinzenpaares, Prinzessin Annika (Rhein) und Prinz Patrick (Schell) erfuhr man, dass beide mit viel Freude und Eifer ans Werk gehen wollen. Besonders der aus Laudenberg stammende Prinz hatte einigen Erklärungsbedarf und auch ihre Eltern bekamen ihr Fett weg. Eine Augenweide war der kernige Marschtanz der „Blauen Garde“. Knackig und graziös wirbelten die Mädchen über die Bühne und sorgten somit für den nächsten Hingucker.

Danach gab es hohen Besuch auf der Fastnachtsbühne: Landrat Dr. Achim Brötel, der mit seiner bunten Fastnachtstruppe auch in diesem Jahr die Sitzungen der Region bereichert, verlegte die Generalprobe traditionsgemäß nach „Hederschboch“. Der „Lusthansa Narrenflug LH 111“ machte Station im „Hällele“ und der Landrat sorgte zusammen mit Peter Fieger und den Walldürner Fastnachtsoriginalen Rita Müller und Gerda Schmitt für Begeisterung.

Der erste Redner des Abends war traditionell „Ali, der Mann für alle Fälle“ (Alexander Hemberger), der das Ortsgeschehen beleuchtete. Gebannt hing die Narrenschar an seinen Lippen, und Ali hatte einiges in Gepäck. Er berichtete von Missgeschicken beim winterlichen Grillen, beim Dachdecken oder Schnaps ansetzen ebenso wie von den Gefahren beim Sperrmüll entsorgen und Maibaumstellen.

Die Montagssportgruppe machte einen Ausflug in die Fernsehwelt und setzte das Deutsche Fernsehballett amüsant und gekonnt in Szene. Ihre perfekt geschminkten Knie waren eine wahre Augenweide. Ebenso sehenswert und einfallsreich gestaltete sich der Auftritt der Fußballer des VfB. Als „Hederschbocher Dorfmusikanten“ lag ihnen zumindest die Damenwelt im Saal zu Füßen.

Haarsträubend waren die Erlebnisse der ewig jammernden, geplagten Ehefrau (Antje Gellner), die von ihrem „Tarzan“ erzählte, der daheim kaum über das Bügelbrett schauen kann. Ein Ohrenschmaus und ein Anschlag auf die Lachmuskeln.

Den letzten Glanzpunkt vor der Pause setzten die „Blauen Funken“. Elegant und absolut synchron zeigten sie, was sie in den zurückliegenden Monaten in mühevollen Trainingseinheiten erlernt hatten und wurden dafür mit viel Beifall belohnt.

Der zweite Programmteil begann mit dem Auftritt der „Dick Do Sänger“ (Achim und Udo Rhein, Corinna Riehl, Jasmin Swoboda, Norbert Grimm und Rolf Lonsing), die mit ihren Liedern sofort wieder für Aufmerksamkeit sorgten. „Mee too“, lautete der Beitrag von Johannes Hemberger, der versuchte, eine Lanze für die Männerwelt zu brechen. Er zeigte humorvoll auf, wie schwierig es ist, eine langfristige Beziehung mit der holden Weiblichkeit durchzuhalten.

Temporeicher Schlusspunkt

Kreativ und einfallsreich war der Beitrag des HKMC mit dem Titel: „Alexa sieht alles“. Es war toll zu sehen, welche Auswüchse die künstliche Intelligenz künftig bereithält. Die letzte Rede des kurzweiligen Abends steuerte Tanja Lutz als „Babette“ bei. Sie haderte mit der Männerwelt und stellte fest, dass die Biker von heutig nichts mehr mit denen aus ihrer Jugend zu tun haben. „Heute tragen die einen Fahrradhelm und Bikerhosen“, lautete ihr Fazit. Und sie stellte fest, dass ihr Karl letztendlich doch nicht der Schlechteste ist.

Den farbenprächtigen und temporeichen Schlusspunkt der kurzweiligen Sitzung bildete der Schautanz der „Dick Do Garden“ mit dem Titel „Frösche küsst man nicht“. Ausdrucksstark wirbelten sie über die „Dick Do-Bühne“ und sorgten in ihren tollen Outfits auch zu später Stunde für Verzückung. „Ganz großes Kino“ – der Superlativ des Präsidenten war der verdiente Lohn für diesen tollen Beitrag, der von frenetischem Beifall und Zugabe-Forderungen begleitet wurde.

Mit dem großen Finale, zu dem sich unter dem Klang der „Hederschbocher Fastnachtsschlager“ alle Aktiven nochmals versammelten, endete eine rundum gelungene Prunksitzung, die am Samstag nochmals über die Bühne des „Hällele“ gehen wird. von