Lokalsport

American Football Die Cheerleader des Bad Mergentheimer „Wolfpacks“ durften von den Besten lernen / Die amtierende Europameisterin Jasmin Urschinger gab wertvolle Tipps

Akrobatische Elemente in schwindelerregender Höhe

Von den Besten lernen – unter diesem Motto stand ein ausgefülltes Trainingswochenende der Cheerleader des Bad Mergentheim Wolfpacks. Und es waren wirklich die Besten, die Deutschland und Europa zur Zeit im Cheerleading-Stunt zu bieten haben: die amtierenden Europameister Jasmin Urschinger und Kai Peters aus der Gemeinde Zell im südlichen Schwarzwald. Sie waren eigens an die Tauber gekommen, um die Wolfpack-Mädels, an ihrem Können teilhaben zu lassen.

Gewagte Stunts

Gleich zu Beginn des Intensivtrainings zeigte das Meisterschaftspaar einige ihrer gewagten Stunts und konnte so schnell neben zunächst ungläubigem Staunen auch Interesse wecken. Ihre beiden Trainer Anne Urschinger (A-Lizenz) und Werner Urschinger (C-Lizenz) nutzten diese Motivation und machten sich sogleich ans Werk. Zunächst lernten die aktiven Cheerleaderinnen die Grundtechniken für erfolgreiche Stunts. Und schnell wurde dabei klar, dass zuallererst harte Arbeit gefragt ist. Denn bis eine saubere, oft spielend leicht aussehende Technik steht, verlangt es intensives Training und konsequentes Umsetzen der von den Trainern gestellten Aufgaben.

Profitiert haben die beiden Trainerinnen Hanna Schmidt und Eli Aul auch von den Erfahrungen der Startrainer, die schnell die Talente und Fähigkeiten der Taubertäler Cheerleaderinnen erkannten und so Empfehlungen für künftige Positionen aussprechen konnten. So gibt es zum Beispiel die „Base“. Das sind Cheerleader, die bei Stunts und Pyramiden unten stehen und die „Flyer“ werfen oder heben. Die Flyer dagegen stehen bei den Stunts und Pyramiden oben und zeigen akrobatische Elemente in der Luft. Und dann ist da noch die „Backspot“, die zum einen die Base unterstützt, dem Flyer in den Stunt hilft und durch Zählen alles koordiniert. Am Ende des anstrengenden aber lehrreichen Trainingstags durften sich alle Cheerleader über ihre Eindrücke austauschen, um herauszuarbeiten, wo die Schwerpunkte in den nächsten Trainingseinheiten zu setzen sind. Allen gemeinsam jedenfalls war der Spaß an den vielen Facetten anzusehen, die das Cheerleading bietet. Denn neben den Elementen des Turnens und der Akrobatik steht das Tanzen im Vordergrund. Und natürlich dürfen die Anfeuerungsrufe, die in typischen Sprechgesängen vorgetragen werden (Cheers und Chants) nicht fehlen.

Hanna und Eli haben mir ihrem Team schon sichtliche Fortschritte gemacht. Schon jetzt stehen wesentliche Teile der bei den American Football-Spielen 2019 geplanten Halbzeitshows, die in den kommenden Auftritten insbesonders bei Weihnachts- und Betriebsfeiern weiter perfektioniert werden. wp