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American Football Das Bad Mergentheimer Wolfpack gewinnt das letzte Auswärtsspiel der Runde gegen die Ostalb Highlanders / Saisonfinale am Sonntag gegen den Meister

Die Hoffnung auf die Relegation bleibt

Archivartikel

Im letzten Auswärtsspiel der aktuellen Oberliga-Saison blieb das Bad Mergentheimer American Football Team Wolfpack in der Erfolgsspur. Die direkten Verfolger Ostalb Highlanders wurden in Heidenheim eindrucksvoll mit 34:17 geschlagen.

Vor Beginn der Partie war noch das mulmige Gefühl vorherrschend, auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz in den letzten Jahren fast immer verloren zu haben. Dazu kam noch starkem Dauerregen während des gesamten Spiels.

Kühlen Kopf behielt dabei Bad Mergentheims Quarterback Da´Ronte Smith, der schon den ersten Drive des Wolfpack mit einem eindrucksvollem Lauf zum Führungs-Touchdown abschloss (0:7, Extrapunkt Danny Dorotik). Auch die Defense der Taubertäler zeigte sogleich ihre Stärken und nahm den Gastgebern schnell das Angriffsrecht ab. Dann allerdings kam etwas Nervosität ins Spiel. Drei Versuche reichten nicht zum First Down, so dass ein Befreiungsschlag mittels Punt erfolgen sollte. Dieser misslang, so dass die Schwaben in äußerst günstiger Position das Angriffsrecht bekamen. Hier machten sie kurzen Prozess und glichen zum 7:7 aus.

Gewitter sorgt für Unterbrechung

Mittlerweile wurde der Dauerregen durch ein Gewitter ergänzt, so dass die Schiedsrichter das Spiel für 30 Minuten unterbrachen. Im zweiten Viertel blieben die Verteidigungsreihen des Wolfpack stabil, zwangen die Highlanders zum Punt und wenig später konnte ein gefumbleter Ball durch Philipp Fleckenstein erobert werden. Wieder war es Smith, der die Situation ausnutzte und den Drive mit einem Touchdown-Lauf abschloss (7:14, Extrapunkt Dorotik). Die Gastgeber schafften es danach zwar nicht zum Touchdown, wurden aber durch ein erfolgreiches Fieldgoal zum 10:14 belohnt.

Die zweite Hälfte begann mit einem Angriff der Heidenheimer. Dieser wurde jäh beendet, als Kevin Marckwardt den Ball abfing . Schnell führte Smith seine Angreifer bis unmittelbar vor die gegnerische Endzone. Hier allerdings brauchte es mehrere Versuche, bis die Goalline endlich überlaufen wurde – wieder war es Smith selbst mit seinem dritten Touchdown zum 10:21 (Extrapunkt Dorotik).

Die Hausherren schwächelten nun sichtlich und hielten den Ball auch dank des starken Drucks der Wolfpack-Defense nur kurz in den eigenen Reihen. Andererseits ließ die Chancenauswertung im Wolfpack-Angriff nach und zwei Fieldgoal-Versuche scheiterten. Erst als Yannick Forler in günstiger Position eine Interception gelang, erhöhte Runningback Ferdinand Bornemann mit gutem Lauf zum 10:28 (Extrapunkt Dorotik).

Das letzte Viertel ging dann jedoch an die Gastgeber. Zunächst baute David Herrick mit einem sehenswerten Catch nach Pass von Smith die Führung zum 10:34 aus (Extrapunktversuch vergeben). Nach diesem beruhigenden Vorsprung gaben die Wolfpack-Coaches den Backup-Spielern die Möglichkeit auf Spielpraxis. Dies gelang auch recht ordentlich. Erst in den Schlusssekunden erlaubte die Defense dann doch noch den Anschlusstreffer der Gastgeber zum 17:34 (Extrapunkt gut).

Im parallel stattfinden Spitzenspiel zwischen den Stuttgart Silver Arrows und den Tübingen Red Knights gewann Stuttgart mit 23:6 und sicherte sich damit vorzeitig die Meisterschaft. „Auch an dieser Stelle“, so Wolfpack-Vorsitzender Klaus Volkert, „gilt den Silver Arrows unser herzlicher Glückwunsch für eine großartige Saison und den verdienten direkten Aufstieg in die Regionalliga.“

Das Wolfpack hofft auf den Relegationsplatz, den es aktuell mit 16:6 Punkten vor den Tübingen Red Knights mit 14:6 behauptet. Den gilt es am kommenden Sonntag beim Saisonfinale im Deutschordenstadion zu verteidigen. Der Gegner ist dann der Oberliga-Meister Stuttgart Silver Arrows. Die wiederum wollen ihre Saison ungeschlagen mit einer „Perfect Season“ beenden.