Lokalsport

Karate Kleines Team des TV Bad Mergentheim bei den Landesmeisterschaften der Jugend und Junioren in Breisach

Doch noch ein Happy-End für Kristina Milic

Archivartikel

Ähnlich den Karate-Landesmeisterschaften in der Leistungsklasse, die vor ein paar Wochen in Maulbronn stattfanden, gelang den Karatekas des TV Bad Mergentheim bei den Landesmeisterschaften der Jugend und Junioren in Breisach (Nähe Freiburg) kein Treppchenplatz.

Trotzdem zog Trainer Marco Ennemoser ein positives Fazit, denn auch die Leistungsgruppe im Jugend- und Juniorenbereich der TV-Karateabteilung befindet sich im Neuaufbau.

Allerdings konnten aus schulischen Gründen nicht alle gemeldeten TV’ler an den Landesmeisterschaften teilnehmen, so bildeten Kristina Milic und Olga Metzler das Bad Mergentheimer Mini-Team. Die beiden Juniorinnen zogen sich dann recht achtbar aus der Affäre.

In der Disziplin Kumite bis 59 Kilogramm musste sich Olga Metzler im ersten Kampf geschlagen geben, behielt aber aufgrund der doppelten K.o.-Runde die Chance auf Platz drei. Hoffnung keimte auf, als sie mit einem klaren 5:1-Sieg in die Trostrunde startete.

Ein weiterer Erfolg hätte den Einzug ins kleine Finale bedeutet, doch eine knappe Niederlage stoppte den kurzen Höhenflug.

Dennoch kam keine Enttäuschung auf, denn Olga Metzler hatte bewiesen, dass sie eine starke Kämpferin ist und viel Potenzial besitzt. Was ihr noch fehlt zu größeren Erfolgen, so der Trainer, sind einfach Routine, Cleverness und Taktik in der Führung des Kampfes.

Kristina Milic hatte für die Diszplinen Kata und Kumite gemeldet, also volles Programm, sollte sie sich in vordere Plätze vorarbeiten können. Doch der kleinen TV’lerin klebte förmlich das Pech an den Füßen. In der Disziplin Kata war sie mit einer blitzsauber vorgetragenen Kata „Gojushiho Sho“ auf dem besten Weg, ins kleine Finale einzuziehen, doch ein Flüchtigkeitsfehler führte zur Disqualifikation. Das war geschehen: Milic hatte im Begrüßungsritual, von außen kaum wahrgenommen, eine kurze Verbeugung vergessen. Nur einer jungen motivierten Kampfrichterin war es nicht entgangen, was zur Disqualifikation führte.

Auch im Kumite war Milic vom Pech verfolgt. Im Kampf um die Chance auf Platz drei hatte sie sich unter anderem mit einer tollen Ura Mawshi Geri-Fußtechnik in Führung gekämpft. Ganze zwei Sekunden vor Kampfende monierte ein Kampfrichter zu starken Kontakt, womit der Kampf als verloren gewertet wurde. Für Milic gilt kampftechnisch das gleiche wie für Metzler.

Ein kleines Happy-End hatte der Tag dann doch noch für die gebeutelte TV’lerin.

Landesstützpunkttrainer Andreas Heinrich erkannte Milic’ Talent und sprach spontan eine Einladung ins Landesleistungszentrum Villingen-Schwenningen aus. habe