Lokalsport

Leichtathletik Carlotta Peppel kam im Ulmer Donaustadion auf 3309 Punkte, Sophia Quenzer auf 3207 Punkte und Madeleine Reuther auf 3148 Punkte

Drei Mal Norm für Mehrkampfmeisterschaften überboten

Archivartikel

Das Ulmer Donaustadion ist seit über 50 Jahre immer wieder Austragungsort vieler Deutscher Meisterschaften – und es ist mittlerweile auch „Heimstadion“ von Tim Nowak, dem ehemaligen Leichtathleten der LG Hohenlohe/1. FC Igersheim, der seit einigen Jahren für das Zehnkampfteam des SSV Ulm startet.

Bei den Regionalmeisterschaften traten drei Athletinnen der LG Hohenlohe/1. FC Igersheim außer Konkurrenz an, um sich mit den besten Mehrkämpferinnen Württembergs zu messen.

Beim Siebenkampf stehen am ersten Tag 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen und Hochsprung auf dem Programm, am zweiten Tag folgen 80 Meter Hürden, Speerwurf und 800 Meter.

Hochkonzentriert ging es an die erste Disziplin, die dieses Mal das Kugelstoßen war. Hier durften sich Carlotta Peppel und Sophia Quenzer (beide Altersklasse W15) gleich über große Steigerungen ihrer persönlichen Bestleistungen auf 9,24 Meter und 8,56 Meter freuen. Auch die Zeiten im folgenden 100-Meter-Lauf blieben innerhalb der Erwartungen. Carlotta Peppel lief mit 13,58 Sekunden nahe an ihre Bestleistung heran. Sophia Quenzer lief 13,87 Sekunden und Madeleine Reuther verbesserte sich auf 13,92 Sekunden.

Den Weitsprung wollten dann alle gern schnell abhaken, denn hier blieb das Trio geschlossen unter den eigenen Erwartungen. Sowohl Madeleine Reuther mit 4,38 Meter, als auch Sophia Quenzer mit 4,38 Meter und Carlotta Peppel mit 4,22 Punkten ließen hier schon einige Punkte liegen.

Es galt nun, schnell den Kopf für den anstehenden Hochsprung frei zu bekommen, was recht gut gelang. Sophia Quenzer und Carlotta Peppel übersprangen 1,48 Meter, höhengleich mit drei anderen Springerinnen. Nur Amelie Frech/LG Filstal sprang mit 1,56 Meter höher. Madeleine Reuther steigerte sich in ihrer Altersklasse W14 auf 1,36 Meter. Auch hier geht die Tendenz wohl nach oben.

Nach dem ersten Tag lag man im Mannschaftsergebnis unter neun Mannschaften auf dem vierten Platz, was zusätzliche Motivation für den zweiten Tag brachte. So begannen die drei zufrieden und ausgeruht den zweiten Wettkampftag mit den Läufen über 80 Meter Hürden. Carlotta Peppel in 12,61 Sekunden und Sophia Quenzer in 12,99 Sekunden begannen mit Bestleistungen. Madeleine Reuther lief mutig über die Hürden und erreichte nach 13,62 Sekunden ebenfalls in neuer Bestzeit das Ziel.

Die vorletzte Disziplin, der Speerwurf, brachte weitere positive Überraschungen. Carlotta Peppel warf mit 29,68 Meter die zweitbeste Weite aller W15-Mädchen. Sophia Quenzer steigerte sich auf 25,34 Meter. Dagegen war Madeleine Reuther mit ihren 23,75 Meter nicht so zufrieden.

Vor dem abschließenden 800m Lauf hatten fast alle Mädels großen Respekt. Er stellt ganz andere Anforderungen an Körper und Psyche als die sechs vorausgehenden Disziplinen. Madeleine Reuther begann die ersten 200 Meter ihres Laufes in der angegebenen Zeit und lief gleichmäßig im vorderen Feld mit. 250 Meter vor dem Ziel begann sie einen Steigerungslauf, den sie auf der Zielgeraden mit einem furiosen Endspurt beendete und dabei bis auf die Siegerin ihres Zeitlaufes alle anderen Läuferinnen überholte. Lohn für ihren Kampfgeist war die tolle Zeit von 2:44,14 Minuten.

Dagegen mussten Carlotta Peppel und Sophia Quenzer für ein zu hohes Anfangstempo büßen. Mit 3:06,19 Minuten und 3:07,33 Minuten blieben sie etwas unter der erhofften Zeit.

Carlotta Peppel kam auf 3309 Punkte, Sophia Quenzer auf 3207 Punkte und Madeleine Reuther auf 3148 Punkte. Damit haben alle drei die Qualifikations-Norm für die Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften deutlich überboten. rw/hl