Lokalsport

Volleyball Herren-I-Mannschaft des TSV Röttingen sichert sich zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins den Unterfränkischen Bezirkspokal

Genugtuung für den verpassten Aufstieg

Mit Höhen und Tiefen innerhalb von acht Tagen beendeten die Herren I der Volleyballabteilung des TSV Röttingen eine überaus erfolgreiche Saison.

Vor heimischer Kulisse in der Schulturnhalle sicherten sich die Volleyballer aus Röttingen zum ersten Mal in der Geschichte des TSV den Unterfränkischen Bezirkspokal der Männer. Im Endrundenturnier setzten sich die Herren mit zwei klaren Siegen gegen die beiden Konkurrenten aus Sailauf und Eibelstadt ungefährdet durch. Mit dem Gewinn des Bezirkspokals steht den Volleyballern im Herbst 2019 auch die erste Runde am Landespokal offen. Als „Underdog“ kann man dann gegen höherklassige Mannschaften antreten und vielleicht für die eine oder andere Überraschung im Pokal sorgen.

Bezirkspokalendrunde

TSV Röttingen – TV Sailauf 3:0 (25:13, 25:11, 25:18)

TSV Röttingen – TSV Eibelstadt III 3:0 ( 25:16, 25:22, 25:21)

TSV Eibelstadt III – TV Sailauf 1:3 (15:25, 27:25, 16:25, 16:25)

Nachdem man als Aufsteiger der Bezirksliga Unterfranken am Saisonende sogar den zweiten Tabellenplatz erspielen konnte, eröffnete dieser die Teilnahme an der Relegation zur Landesliga vergangenen Samstag in Nürnberg. Vor einer gewaltigen Kulisse und zahllosen Fans aus dem Tauberstädtchen musste man zunächst gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga Mittelfranken antreten. Mit Katzwang-Schwabach traf man auf ein sehr routiniertes Team. Die Röttinger Herren zeigten dabei drei gute Durchgänge mit dem Gewinn des zweiten Satzes, verpassten es allerdings im ersten und dritten Satz eine Führung zum Satzgewinn zu verwalten. Die routinierten Schwabacher nutzten die fehlende Konsequenz eiskalt.

Gegen Zirndorfs Zweite

Der Spielverlust hatte zur Folge, dass man gleich unmittelbar gegen die zweite Mannschaft von Zirndorf spielen musste, die erst im Jahr zuvor aus der Bayernliga in die Landesliga abgestiegen war. Zirndorf musste mit dem siebten Platz der Landesliga an der Relegation teilnehmen, obwohl das Team acht Spiele gewonnen und acht Spiele verloren hatte.

Auf Röttingen wartete somit ein deutlich stärkeres Kaliber. Nach einer Ansprache von Trainer Oswald Gehringer mobilisierten die TSV-Herren nun alle Kräfte und zeigten ihre bislang beste Saisonleistung. Röttingen stand mit dem Rücken zur Wand und hatte nur mit einem klaren Erfolg noch rechnerisch eine gewisse Chance.

Mit harten Aufschlägen verhinderte Röttingen einen optimalen Spielaufbau der Zirndorfer und stellte einen hervorragenden Block, sodass die gegnerischen Angreifer nach und nach resignierten und ihre Bälle nicht im Röttinger Feld unterbrachten. Verdient gewann man die Partie, unterstützt durch die frenetischer Anfeuerung des Anhangs, mit 3:1 nach Sätzen. Als schließlich in der dritten Partie auch noch Zirndorf gegen Schwabach gewann und somit jedes Team einmal gewonnen hatte, entschied das Satz und Punkteverhältnis über den Aufstieg in die Landesliga.

Hier hatte Zirndorf mit einem Satz mehr die Nase vorne! Röttingen muss nun in den nächsten Wochen noch abwarten, ob ein höher klassisches Team abmeldet oder eine Spielgemeinschaft bildet. Dann könnte man als zweitplatziertes Team der Relegation noch in die Landesliga nachrücken.

Trotz des knapp verpassten Aufstiegs ist man über den Verlauf der ersten Saison in der Bezirksliga sehr zufrieden. Das Team geht nun in die Sommerpause und tauscht die Halle dabei mit mit dem Beachfeld im Freien.

Relegation zur Landesliga

VC Katzwang-Schwabach II (H) – TSV Röttingen 3:1 (25:23,24:26,26:24,25:12)

TSV Zirndorf II – TSV Röttingen 1:3 (25:27,21:25,25:20,21:25)

TSV Zirndorf II – VC Katzwang 3:0 (25:19,25:15,25:23)

Tabelle: 1. TSV Zirndorf II 2/1/1/3/4:3/167:154; 2. TSV Röttingen 2/1/1/3/4:4/182:192; 3. VC Katzwang-II 1/1/3/3:4/157:160.