Lokalsport

Kegeln Im württembergischen Vereinspokal erreicht der SKC Markelsheim erstmals das „Final Four“ und beendet den Wettbewerb als Zweiter

Großartige Leistung im Saisonfinish

Archivartikel

Eine grandiose Saison beendete der SKC Markelsheim – nach der überlegenen Meisterschaft in der Regionalliga – mit dem zweiten Platz im württembergischen Vereinspokal.

Erstmals in der Vereinsgeschichte stand der Sportkegelclub (SKC) Markelsheim im „Final Four“, dem Pokalfinale des Württembergischen Kegler- und Bowlingverbandes. Auf dem Weg dorthin hatten die Markelsheimer ausschließlich höherklassige Mannschaften aus dem Weg geräumt.

Begegnung auf Augenhöhe

Im ersten Spiel traf der SKC auf die TSG Bad Wurzach (Oberliga Süd). Beide Teams wurden etwa gleichstark eingeschätzt. Markelsheim begann vor den zahlreich mitgereisten Fans mit dem eingespielten Duo Heiko Leber/Robin Kaltenbach. Leber musste nur den ersten Satz abgeben und holte mit 592:537 Kegeln einen nie gefährdeten Punkt. Auf Punktekurs war auch Kaltenbach, doch nach einem schwachen letzter Satz unterlag er mit 563:571.

Mindestens ein weiterer Punkt sollte aus dem zweiten Drittel dazukommen. Zunächst sah es auch gut aus. Die ersten beiden Sätze holte sich Christian Freymüller. Sein Vorsprung betrug 31 Kegel. Bad Wurzach wechselte aus, und der Markelsheimer kam ein wenig aus der Spur. Die Entscheidung fiel im letzten Satz zugunsten von Bad Wurzach. Freymüller hatte mit 558:571 Kegeln das Nachsehen.

Im anderen Duell standen sich die beiden besten Spieler dieser Begegnung gegenüber. Torsten Leber hatte im ersten Satz die Oberhand, musste aber die nächsten beiden Sätze abgeben. Trotz Satzgewinn auf der letzten Bahn fehlten beim 598:601 knappe vier Kegel zum Mannschaftspunkt.

Markelsheim hatte vor den Schlussstartern zwar 31 Kegel Vorsprung, aber nur einen Mannschaftspunkt auf der Habenseite. Dennoch war noch nichts entschieden.

Der frischgebackene Bezirksmeister der Senioren A, Helmut Freymüller, hatte seinen Gegenspieler bestens im Griff. Im dritten Durchgang fehlte ihm ein Kegel zum vorzeitigen Gewinn des so wichtigen Punktes. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich bereits ab, dass ein 4:4-Unentschieden für den Finaleinzug reichen wird. Im Pokal zählen bei einem Remis die gewonnen Satzpunkte, und hier war Markelsheim nicht mehr einzuholen.

Spannende Duelle

Freymüller ließ nichts mehr anbrennen. Er ging mit 570:515 als klarer Sieger von der Bahn. Ein spannendes Duell lieferte sich Timo Leber mit seinem Bad Wurzacher Gegenüber. Die Vorteile wechselten ständig. Mit seinem letzten Wurf sicherte sich Timo Leber 595:594 Kegeln den Punkt.

Der SKC Markelsheim gewann somit das Spiel mit 5:3 und 3476:3389 Kegeln und zog ins Finale ein. Gleichzeitig stellte das Team einen neuen Mannschaftsrekord auf.

Als krasser Außenseiter ging der SKC ins Endspiel gegen den württembergischen Vizemeister ESV Aulendorf. Vor einer echten Herausforderung stand Heiko Leber. Er traf auf den Nationalspieler und U18-Weltmeister Lukas Funk, eines der größten Talente im deutschen Kegelsport. Nach 60 Wurf führte Funk bereits mit 320:288. Leber gewann den dritten Satz und verkürzte. Auf der letzten Bahn zeigten beide Spieler Kegeln der Extraklasse. Der Aulendorfer beendete sein Spiel mit 176 Kegeln (gesamt 630), Leber spielte 178 und schraubte den Markelsheimer Vereinsrekord auf 621 Kegel.

Nicht minder spannend war das Duell zwischen Robin Kaltenbach und Fabian Weber. Der Markelsheimer hatte Probleme mit seiner ersten Bahn und geriet deutlich ins Hintertreffen. Er steigerte sich jedoch von Bahn zu Bahn und sicherte Satz drei und vier. Der Punkt ging jedoch mit 575:569 an Aulendorf.

Noch gab man sich auf Markelsheimer Seite nicht geschlagen. Leichter als am Vortag hatte es diesmal Torsten Leber. Mit 583:545 Kegeln war der erste Markelsheimer Punkt nie gefährdet. Nicht ganz so gut lief es für Christian Freymüller. Nach einer sehr guten Startbahn gewann er auch den zweiten Satz. Sein Aulendorfer Gegner drehte aber das Spiel und gewann am Ende mit 571:537 Kegeln. Die Taubertäler hatten zwar nur elf Kegel Rückstand, aber nur einen Mannschaftspunkt erreicht.

Seine derzeitige Topform bestätigte erneut Helmut Freymüller. Bis zu letzten Bahn lag er auf 600er Kurs. Im Schlussräumen fehlten ihm jedoch die Anschübe. Er unterlag denkbar knapp (587:588). Für Freymüller war es die Saisonbestleistung.

Überhaupt nicht zurecht kam Timo Leber. Ohne einen Satzpunkt unterlag er mit 527:626 Kegeln. Der ESV Aulendorf gewann am Ende verdient mit 7:1 (3535:3424) den WKBV-Pokal 2018. cki