Lokalsport

Football Am Sonntag steht für das Bad Mergentheim Wolfpack das Saisonfinale der Oberliga gegen die Stuttgart Silver Arrows an

Kräftemessen mit dem Meister

Archivartikel

Es hat sich schon die ganze Oberliga-Saison abgezeichnet und am kommenden Wochenende ist es endlich so weit: Die beiden Top-Teams Stuttgart Silver Arrows und Bad Mergentheim Wolfpack treffen zum finalen Kräftemessen der aktuellen Saison aufeinander.

Schon im vorigen Jahr begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Das Heimspiel gewann Bad Mergentheim noch knapp mit 6:3 und im Rückspiel gab es dann in Stuttgart nach packenden Schlussminuten ein 21:21-Unentschieden. Das brachte den Schwaben schließlich den dritten Tabellenplatz, während sich das Wolfpack mit dem vierten Platz zufrieden geben musste. Für das erste Jahr in der Oberliga war dies dennoch ein achtbarer Erfolg.

In der Saison 2018 allerdings haben sich die Silberpfeile sowohl in der Kaderstärke als auch in der Kadertiefe deutlich verstärkt, so dass sie bis dato ungeschlagen sind. So ging auch das Hinspiel in Stuttgart aus Sicht der Taubertäler mit 6:14 verloren. Damit verbuchten die Silberpfeile bereits am vergangenen Wochenende vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg in die Regionalliga. Im achten Oberliga-Jahr in Folge war dies mehr als fällig, war doch diese Zeit für das erfolgsverwöhnte Team mit seiner 38-jährigen Geschichte die längste Durststrecke seit dessen Bestehen. Die Ansprüche der Landeshauptstädter, die immerhin über drei Spielzeiten in der Bundesliga und sechs in der 2. Bundesliga verbrachten, sind da ganz andere.

Stuttgart noch makellos

Und das haben sie in dieser Saison deutlich gemacht. Elf Siege und damit 22:0 Punkte stehen aktuell auf ihrem Konto. Dabei stellen sie mit 327 Touchdown-Punkten die beste Offense und haben mit nur 104 zugelassenen Touchdown-Punkten zugleich die nominell beste Defense der Liga. So steht auch das klare Ziel der Schwaben für Sonntag fest: Die Perfect Season.

Kann das Wolfpack das verhindern und selbst den Sieg einfahren? Nötig wäre dieser, denn noch stehen die Taubertäler mit 16:6 Punkten auf dem Relegationsplatz. Das einzige Team, das diesen noch streitig machen könnte sind die Tübingen Red Knights, die mit einem Spiel weniger und der Niederlage vom letzten Wochenende in Stuttgart 14:6 Punkte aufweisen. Bei den Touchdown-Punkten führt das Wolfpack klar mit 256:114 gegenüber den 189:109 der Schwaben. Doch anders als beim Fußball zählt bei Punktegleichheit im American Football nicht die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich. Und da liegen die Kurstädter bei jeweils einem Sieg mit zwei Touchdown-Punkten zurück. So bleibt Bad Mergentheim selbst bei einem Sieg also nur die Hoffnung, dass die „Roten Ritter“ noch bei einem der beiden ausstehenden Spiele wenigstens ein Unentschieden kassieren. Möglich ist dies durchaus, geht es bei den beiden Gegnern Ostalb Highlanders und Badener Greifs doch selbst darum, den unteren Relegationsplatz und damit den drohenden Abstieg zu vermeiden.

Das für einen Sieg notwendige Selbstbewusstsein ist beim Wolfpack ausreichend vorhanden. Immerhin hat das vergleichsweise junge Team in seinem zweiten Oberligajahr große Herausforderungen gemeistert. Nach neun Jahren Aufbauarbeit setzten sich erste Stammspieler zur Ruhe, so dass die Jugend „geplündert“ werden musste. Und alle haben dank ihrer guten Ausbildung in der Wolfpack-Jugend den Einstieg in die Oberliga hervorragend verkraftet.

Großen Anteil an dieser Integrationsarbeit haben freilich die drei Importspieler aus den Vereinigten Staaten, die mit ihrem Fachwissen, ihrer Vorbildfunktion und natürlich ihrem sportlichen Können zusätzlichen Schwung ins Team gebracht haben.

Am Sonntag startet die Veranstaltung zum Oberliga-Spiel um 14.30 Uhr mit einem Teamdance der Spirit Wolf Girls, den Cheerleadern des Teams. In diesem Jahr glänzten sie schon mit zahlreichen Auftritten und haben die Mannschaft bei Auswärtsspielen regelmäßig begleitet.

Nach dem Spiel findet die Pokalübergabe an den Oberliga-Meister statt.