Lokalsport

American Football In der Oberliga erwartet das Wolfpack am Sonntag die Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen

Mit einem Sieg Platz zwei untermauern

Archivartikel

Nach dem erfolgreichen Start der Heimspielserie Anfang Juni mit einem 26:0-Sieg über die Backnang Wolverines, steht das Bad Mergentheimer American-Football-Team Wolfpack gestärkt auf Tabellenplatz zwei der Oberliga. Am Sonntag, 24. Juni, folgt das nächste Heimspiel gegen die Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen, die damit ihre längste Dienstreise auf sich zu nehmen haben. Für das Wolfpack ist es das 49. Heimspiel in der bald zehn-jährigen Vereinsgeschichte und zugleich das 99. Pflichtspiel überhaupt.

Dabei sind sie auf die Neckar Hammers nur insgesamt vier Mal getroffen und dank der Meisterschaftssaison des Wolfpack 2016 sowie dem Hinspielsieg in Villingen-Schwenningen liegen die Taubertäler in diesem Vergleich mit drei Siegen zu einer Niederlage in Front. Alle drei Siege haben aber die Touchdownbilanz selbst zusammengerechnet noch nicht zugunsten des Wolfpack wenden können. Denn das erste Aufeinandertreffen in der Saison 2009, als Bad Mergentheim seine ersten Anfänge hatte, ging mit 0:60 verloren und markiert noch heute die höchste Niederlage in der Vereinsgeschichte.

In der Saison 2018 haben die Schwarzwälder bereits sieben Spiele absolviert, sechs davon mussten abgegeben werden. Nur gegen die Backnang Wolverines gelang dem letztjährigen Landesligameister ein Sieg. Doch die letzten Begegnungen lassen aufhorchen. Selbst die designierten Meister aus Stuttgart mussten im heimischen Stadion lange einem Rückstand hinterherlaufen, bis sie dann doch glücklich mit 17:13 gewannen. Schon deshalb wäre es äußerst vermessen, vom Wolfpack einen Pflichtsieg zu erwarten. Zu dicht liegen die Stärken der Oberligamannschaften beieinander.

Fünfmal auswärts

Mit derzeit 12:4 Punkten nach acht Spielen, von denen fünf auswärts bestritten wurden, hefteten sich die Kurstädter weiterhin an die Fersen des noch ungeschlagenen Spitzenreiters, den Stuttgart Silver Arrows. Und das nicht zu Unrecht, denn sowohl bei der Offensive als auch bei der Defensive haben sie jeweils das zweitbeste Ergebnis. Dies ist umso erstaunlicher, als in dieser Saison zahlreiche Jugendspieler in das Team integriert wurden, oft gerade mal 18 Jahre alt.

Und auch wenn es in so manchen Stresssituationen noch klemmte, zeigt sich Headcoach Matze Wagner froh über den Nachwuchs: „Vor allem in den letzten Begegnungen haben mich unsere Youngster überzeugt und ich bin mir sicher, dass viele davon einer glänzenden Zukunft in unserem Team entgegensehen können.“ Die schnelle Heranführung an das Team ist allerdings auch den drei „Importspielern“ aus den Vereinigten Staaten zu verdanken, denn dadurch hat sich die Qualität des Trainings und die individuelle Förderung deutlich verbessert.

Wie schon am American Day Anfang Juni. soll auch an diesem Tag der soziale Zweck nicht zu kurz kommen, ganz nach dem Motto „Harte Kerle engagieren sich gegen Brustkrebs“.

„Unser Vorbild ist die NFL in den USA“, so der sportliche Leiter des Wolfpack, Christopher Ries, „denn die machen das jedes Jahr einen ganzen Monat lang“. Eigens dafür laufen alle Spieler mit pinkfarbenen Utensilien auf und unterstützen so die Benefizaktion „Pink Ribbon“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Öffentlichkeit stärker für die Vermeidung des Brustkrebses zu sensibilisieren und für Vorsorge zu werben.

Der Verein möchte einen Teil der Eintrittsgelder spenden und hofft, dass sich darüber hinaus noch der oder die ein oder andere über die gestartete Internetaktion beteiligt. Das Spendenziel für diese Aktion liegt bei 500 Euro und dürfte bald geknackt werden.

Um 14.30 Uhr startet die Show zum Oberligaspiel mit einem Teamdance der Spirit Wolf Girls, den Cheerleadern des Teams. In diesem Jahr glänzten sie schon mit zahlreichen Auftritten und haben die Mannschaft bei jedem Auswärtsspiel begleitet, ganz nach dem Motto „One Team, One Family“. Von ihrer Unterstützung und Anfeuerung lassen sich auch zunehmend die Fans des Wolfpack begeistern, auf die Vorstand Klaus Volkert gerade bei den Heimspielen als „zwölfter Mann“ setzt.