Lokalsport

American Football Wolfpack bei den „Kriegern“

Problem mit Turnovers in den Griff bekommen

Archivartikel

Die ersten beiden Spiele des Bad Mergentheimer American-Football-Teams Wolfpack haben gezeigt, dass der Wechsel des Spielsystems vom Laufspiel zum Passspiel noch erhebliche Mängel aufweist. Zwar konnten am letzten Samstag bereits erste Punkte auf das Scoreboard gebracht werden, doch am Ende hatte es wieder nicht für einen Sieg gereicht.

In den nächsten Wochen stehen nun drei Auswärtsspiele an, und erst Anfang Juni wird das Team wieder im Deutschordenstadion zu sehen sein. Am Sonntag reist das Team nach Fellbach, am Samstag darauf nach Villingen-Schwenningen und nach zweiwöchiger Spielpause nach Karlsruhe. Während letztere ihr bisher einziges Spiel gewinnen konnten stehen die anderen beiden Teams mit dem Wolfpack punktgleich mit jeweils 0:4 Punkte in der unteren Tabellenhälfte.

Dabei rangieren die Fellbach Warriors mit einem Touchdownverhältnis von 46:70 unmittelbar vor dem Wolfpack mit 7:37 Punkten. Erstaunlich ist hierbei, dass sie als Tabellenvorletzter die derzeit beste Offense der Liga stellen – allerdings auch die deutlich schlechteste Defense. Demgegenüber kann sich das Wolfpack mit der Defense noch einigermaßen sehen lassen, während hier die Offense die derzeit schlechteste Bilanz aufweist.

Aus früheren Zeiten kennen sich die Wölfe und die Krieger ganz gut. Immerhin trafen beide Teams bereits elf Mal aufeinander. Waren die Fellbacher in den Anfangsjahren des Wolfpack 2010 und 2011 noch deutlich im Vorteil so konnte das Wolfpack später die Bilanz ausgleichen, insbesondere mit zwei deutlichen Siegen im Meisterschaftsjahr 2016. Nach Siegen steht es fünf zu fünf bei einem Unentschieden. Im Touchdownverhältnis liegen die Taubertäler knapp mit 188 zu 185 in Front. Ausgeglichener geht es also fast nicht. Aktuell sagen etliche Footballexperten einen Sieg der Fellbacher voraus und begründen dies mit dem Heimvorteil sowie der starken Offense, aber letztlich auch mit der nur knappen Niederlage von 28:35 gegen den Regionalligaabsteiger Freiburg Sacristans. Auf Seiten der Kurstädter liegt das Hauptaugenmerk auf der Beseitigung der Mängel im Angriff. Defense-Coordinator Thomas Schulze vertraut darauf, dass seine Mannen ihre seither starken Leistungen beibehalten und hofft, dass die Offense ihr Problem mit den Turnovers in den Griff bekommt. wp