Lokalsport

Fußball Nach Ansicht von Christoph Tremmel, Spielertrainer des SV Wachbach II, kann sein Team in der morgigen Relegationspartie völlig ohne Druck aufspielen

„Sahnehäubchen auf eine überragenden Saison“

Sage und schreibe 125 Tore hat der FC Phönix 2002 Nagelsberg in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga B2 erzielt. Die Ausbeute SV Wachbach II in der B4 ist mit vergleichsweise bescheidenen 61 Treffern nur halb so groß. Am morgigen Freitag treffen die beiden Vizemeister im Entscheidungsspiel um 18.30 Uhr in Ingelfingen aufeinander. Der SV Wachbach II will dem Paradesturm der Nagelsberger mannschaftliche Geschlossenheit entgegenzusetzen.

„Wir haben in dieser Runde die Erwartungen bereits mehr als übererfüllt. Die Relegation ist für uns das Sahnehäubchen auf eine überragende Saison“, sieht Spielertrainer Christoph Tremmel sein Team „überhaupt nicht unter Druck“. „Wir können am Freitagabend voraussichtlich nahezu komplett antreten. Für unsere jungen Spieler ist es eine Super-Erfahrung vor einer großen Kulisse zu spielen. Jeder kann in solchen Spielen für sich etwas mitnehmen“, blickt der bezirksligaerfahrene Routinier des SV Wachbach II der Relegation erwartungsfroh entgegen.

Nach einem sehr enttäuschenden zehnten Platz in der Saison 2016/17 hatte dieses Mal kaum jemand die Wachbacher „Zweite“ auf der Rechnung. Doch der SVW II lief den beiden höher eingestuften A3-Absteigern TSV Hohebach und FC Billingsbach im Wettstreit um den Relegationsplatz hinter dem SV Edelfingen überraschend den Rang ab. Am Ende hatten die Wachbacher sechs Zähler Vorsprung vor dem Tabellendritten, dem TSV Hohebach. „Wir hatten in dieser Saison in Wachbach im Gegensatz zum Vorjahr weniger Verletzungspech – auch in der ersten Mannschaft, was uns natürlich zusätzlich zu Gute kam. Außerdem haben wir uns sowohl spielerisch als auch in punkto Einsatzbereitschaft verbessert und, wie es oft der Fall ist, hat man, wenn es einmal läuft, auch das nötige Glück“, meint Tremmel, der mit sieben Saisontreffern zugleich erfolgreichster Schütze des SV Wachbach II war. Mit den 46 Treffern von Nagelsbergs Top-Torjäger Ejmad Demaku konfrontiert, kontert Christoph Tremmel lächelnd und schlagfertig: „Bei uns haben sich 61 Tore auf 20 Spieler verteilt. Das zeigt, dass wir als Mannschaft funktionieren und sehr schwer auszurechnen sind. Außerdem hatten wir in dieser Saison die beste Abwehr der B4.“

Natürlich hat der Wachbacher Coach Respekt vor dem offensivstarken Gegner. Deshalb hat Christoph Tremmel die Nagelsberger vor zwei Wochen im Spitzenspiel in Bitzfeld unter die Lupe genommen. „Neben Demaku sind auch Ebrima Jasseh und Lucas Stützle mit ihren schnellen Vorstößen über die linke bezieihungsweise rechte Seite sehr offensivstarke Spieler“, berichtet er. Jassah spielte für den TSV Pfedelbach in der Bezirksliga, Stützle hatte beim FC Ostrach sogar einige Einsätze in der Landesliga, Staffel 4.

Bekanntester Akteur des FC Phönix 2002 ist freilich Spielertrainer Witali Baron: Der mittlerweile 36- jährige Routinier, der vor drei Jahren zusammen mit Trainer Roland Schmidt von seinem Heimatverein SC Ingelfingen nach Nagelsberg gekommen war und seit Beginn dieser Saison Schmidts Nachfolger ist, spielte früher schon in der Verbandsliga für den FSV Hollenbach und in der Landesliga für den FV Künzelsau.

Für die Nagelsberger ist diese Partie, nach der etwas unglücklichen 2:3-Niederlage in einem spannenden Entscheidungsspiel 2016 gegen den SC Amrichshausen, bereits der zweite Versuch innerhalb von zwei Jahren, die Kreisliga B via Relegation hinter sich zu lassen. Zur Winterpause führte der Künzelsauer Teilortclub noch ungeschlagen die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem TSV Zweiflingen an, der dann in der zweiten Halbserie allerdings sechs Zähler gegenüber dem FC Phönix gut machte und sich den Titel sicherte.

Der Sieger der morgigen Partie in Ingelfingen kämpft am Mittwoch, 20. Juni, um 18.30 Uhr in Apfelbach im Relegationsspiel gegen den A3-Vorletzten SV Berlichingen/Jagsthausen um den Aufstieg in die Kreisliga A3.