Lokalsport

TSV Weikersheim, Tennis Auftakt in die Saison mit Schleifchenturnier und Herren-65-Auswärtssieg in der Südwestliga Süd

Taktik des Gegners ging nicht auf

Archivartikel

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Tennisplätze des TSV Weikersheim offiziell für den Spielbetrieb freigegeben. Mit einem sehr gut besuchten Schleifchenturnier gelang ein unterhaltsamer und geselliger Start in die neue Tennissaison.

Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kämpften auf allen fünf Plätzen in fünf jeweils halbstündigen lustigen Spielen gegeneinander. Für jedes gewonnene Spiel gab es ein symbolisches ‚Schleifchen’. Da die Spiele sehr ausgeglichen waren, konnte sich jedoch niemand mit allen fünf ‚Schleifchen’ zieren.

Ernst wurde es am Freitag für das neu formierte Herren-65-Team in der Südwestliga Süd. Geschwächt durch den überraschenden Abgang von Egon Höfling und den krankheitsbedingten Ausfall der Nummer 1, Alois Ansmann, fuhr man mit gemischten Gefühlen zum Spiel nach Titisee-Neustadt. Vor dem Spiel waren in der lokalen Presse die großen Ambitionen des Gegners bereits ausführlich erläutert. Das Wetter erwies sich überdies als sehr wenig tennisfreundlich, so dass alle Einzel in der Halle gespielt werden mussten.

In bestechender Form zeigte sich Ivo Roubal, der in einem niveauvollen Match seinem starken Gegner mit 6:3/6:4 keine Chance ließ. Von der höheren Altersklasse profitierte Herold Spang, der seinen 77-jährigen, aber topfitten Gegner mit 6:3/6:3 niederrang. Sehr klug verteilte der Gegner von Harald Renk die Bälle. Dieser Spieler sei, wie gesagt wurde, auf dem Tennisplatz noch nie beim Lachen gesehen worden. Entsprechend humorlos verlor Harald Renk sein Match mit 3:6/3:6. Norbert Wonneberger traf auf einen sehr laufstarken und auch sicheren Spieler. Dank einiger sehr gelungener Aufschläge verschaffte er sich aber den nötigen Respekt und siegte nach hartem Kampf mit 6:4 6:2.

Edgar Kern spielte gegen einen Hobby-Imker. Die Stachel konnte er ihm aber nicht ziehen und verlor 6:3/6:2.

In guter Form befindet sich auch Ivan Ptak. Sein Gegner war früher einmal professioneller Tennistrainer. Der fand nach achtjährigem Kampf gegen eine schwere Krankheit zu Gesundheit und Lebensfreude zurück, entdeckte wieder Spaß am Tennis und zeigte sein ganzes früheres Können. So verlor Ivan Ptak trotz toller Leistung klar mit 2:6/3:6.

Es stand also 3:3 nach den Einzeln, und die Doppel mussten die Entscheidung bringen, die dann im Freien ausgetragen werden konnten.

Die Neustädter machten das Zweier-Doppel sehr stark. Sie hofften darauf, hier die beiden Weikersheimer tschechischen Mitspieler ausschalten zu können. Stattdessen trafen sie auf Kern/Renk und siegten auch mit 6:3 6:1.

Da die beiden anderen Doppel mit Roubal/Spang (6:1 4:6 10:7) und Ptak/Wonneberger (6:3 6:2) gewannen, ging ihre Rechnung nicht auf und die Weikersheimer feierten einen glücklichen 5:4 Sieg.