Lokalsport

Leichtathletik Realschule Sankt Bernhard war mit einem Mädchenteam bei „Jugend trainiert für Olympia“

Völlig überraschend den zweiten Rang erreicht

Der internationale Bodenseecup ist ein Vergleichswettkampf in der Leichtathletik für Schulen der Sekundarstufe II aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Voralberg (Österreich) und den beiden schweizerischen Kantonen Thurgau und St. Gallen.

Als bestes württembergisches Team hatte sich die Mädchenmannschaft der Realschule Sankt Bernhard (Bad Mergentheim) erstmals für diesen Wettkampf qualifiziert. Voller Vorfreude und gespannter Erwartung machte man sich auf den Weg zum Bodensee. Nach einer Übernachtung in Konstanz standen dann am nächsten Tag die Wettkämpfe im schweizerischen Kreuzlingen auf dem Programm.

Der Wettkampf in der Wettkampfklasse IV/2 (12/13 Jahre) wird dabei als Teamwettkampf mit 10 Schülerinnen ausgetragen. Alle Schülerinnen absolvieren einen Dreikampf (50-Meter-Lauf, Weitsprung und Ballwerfen), acht Schülerinnen laufen die 4x50-Meter-Staffeln und vier Schülerinen laufen zum Abschnluss noch die 800 Meter, wobei eine Staffel und der 800-Meter-Lauf jeweils doppelt gewertet werden.

Schon nach dem 50-Meter-Lauf kristallisierte sich ein Zweikampf mit einem Schweizer Team heraus. Das stärkste Mannschaftsergebnis präsentierte dabei die Oberschule Gossau aus der Schweiz, doch mit Marie Krug stelle das Sanktus-Team die Tageschnellste mit 7,37 Sekunden über die 50 Meter.

Im Weitsprung waren es dann die Sanktus-Mädchen, die auftrumpften. Nahezu alle Mädchen erreichten neue Bestmarken, angeführt von Marie Krug, die sehr starke 5,10 Meter weit sprang, Aber auch Carla Hornung mit 4,61 Meter, Timea Bürkle mit 4,24 Meter und Jana Knebel mit 4,05 Meter übertrafen die 4-MeterMarke.

Einen kleinen Rückschlag gab es dann im Ballwerfen, wo mit den ungewohnt leichten 80-Gramm-Bällen geworfen werden musste. Nur Marie Krug überzeugte auch hier mit 38 Meter überzeugen. Alle anderen Mädchen blieben zum Teil deutlich hinter den Vorkampfergebnissen zurück. Deshalb konnte das Schweizer-Team wieder aufholen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Stadion ging es dann am Nachmittag zu den entscheidenden Wettkämpfen in der 4x50-MeterStaffel und im 800-Meter-Lauf. Mit einer guten Vorstellung und einer Zeit von 28,91 Sekunden stellte Bad Mergentheim das zweitschnellste Staffel-Team. Außerdem belegte das Team mit Jana Knebel den dritten Platz im 800-Meter-Lauf.

Nun war Spannung angesagt, denn es war klar, dass es im Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung ganz knapp werden würde. Als der Sprecher dann in umgekehrter Reihenfolge die Siegerehrung vornahm und nur noch zwei Teams übrig blieben, war der Jubel bereits groß. Zwar hatten die Schweizer Mädchen dank ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit die Nase knapp vorne, doch auch die Sanktus-Mädchen durfte mit ihrem zweiten Platz überaus zufrieden sein. Beteiligt an diesem Erfolg waren: Franka Bäthge, Timea Bürkle, Selina Eckert, Marieke Hauschild, Leonie Hofmann, Carla Hornung, Jana Knebel, Marie Krug, Marlene Stegers und Emma Sprung. Betreut wurden sie von Caroline Ernst und Achim Kaufmann. ak