Lokalsport

American Football Das Wolfpack aus Bad Mergentheim unterliegt in Tübingen und muss den dortigen Red Knights auch den direkten Vergleich überlassen

Zweiter Rückschlag im Titelkampf

Archivartikel

Tübinger Red Knights – Bad Mergentheim Wolfpack 30:22

(9:0, 7:7, 7:7, 7:8)

Die Punkte für das Wolfpack erzielten: Da Ronte Smith (8), Adam Coronado (6), Marcel Weiss (6) und Danny Dorotik (2)

Das Spiel war geprägt von zahlreichen Turnovers mit Fumbles und Interceptions. Schon der erste Drive des Wolfpacks ging durch einen Fumble in Höhe der Mittellinie verloren. Doch Bad Mergentheim holte schon im zweiten Spielzug der Gastgeber den Ball ebenfalls nach einem Fumble zurück. Bad Mergentheim musste punten, ebenso dann im Anschluss Tübingen. Den Gastgebern gelang der Punt jedoch unmittelbar bis an die Endzone des Wolfpack. Schon im ersten Spielzug „blitzte“ ein gegnerischer Spieler durch die Offense Line und brachte Runningback Anton Denis zu Boden. Durch diesen Safety lagen die Gäste schnell mit 0:2 zurück. Sie mussten außerdem den Kick Off ausführen und ermöglichten damit den nächsten Drive der Neckartäler. Als die Wolfpack-Defense die Tübinger Offense zum vierten Versuch an der 28-Yard-Linie zwang, schien die Situation bereinigt. Doch statt eines erwarteten Fieldgoal-Versuchs erfolge ein tiefer Pass zum Touchdown zum 9:0 für Tübingen.

Im zweiten Viertel mussten zunächst beide Teams je zwei Mal punten, bis den Kurstädtern ein ordentlicher Drive gelang. Nach gefangenem 30-Yards-Pass von Quarterback Da Ronte Smith auf David Herrick und mehreren Laufspielzügen von Smith und Denis standen die Wölfe an der gegnerischen 12-Yard-Linie. Ein finaler Pass wurde allerdings von einem Tübinger abgefangen (Interception). Nach einem Tackle von David Herrick verlor dieser jedoch den Ball und Alexander Ocks reagierte am schnellsten (Fumble). Smith selbst erlief sich den Touchdown und Danny Dorotik verkürzte mit seinem Kick durch die Torstangen auf 7:9.

Als im nächsten Drive die „roten Ritter“ schon an der Mittellinie gestellt schienen, war es wiederum ein tiefer Pass, der die Wolfpack-Defense unmittelbar vor der Halbzeitpause überraschte und zum Touchdown verwandelt wurde. Der Spielstand lautete nun 16:7 für Tübingen.

Schnell beendete die Wolfpack-Verteidigung nach der Pause den ersten Drive der Hausherren und zwangen zum sie Punt. Über variables Pass- und Laufspiel arbeitete sich die Angriffsreihe vorwärts. Ein finaler 50-Yards-Pass von Smith auf Coronado wurde schließlich mit dem Touchdown zum 14:16 (Extrapunkt Dorotik) belohnt.

Dann kam es zur vielleicht spielentscheidenden Szene. Wieder schien die Wolfpack-Verteidigung die Unistädter zum Punt zu zwingen, als die Schiedsrichter den gelungenen Versuch von Darius Seibert, den gegnerischen Pass abzuwehren, als Passbehinderung einstuften. Nach einer 15-Yards-Strafe standen die Gastgeber nun an der 28-Yard-Line. Wieder zwangen die Kurstädter den Gegner in den vierten Versuch, der ein Fieldgoal zu werden schien. Und wieder wurden die Taubertäler durch einen Pass überlistet, der sicher zum 23:14 für Tübingen getragen wurde.

Nun begann die hektische Schlussphase, bei der die Gastgeber frenetisch von ihren Fans unterstützt wurden. Dies zeigte Wirkung, denn dem Wolfpack misslang nun ein Snap zum Punt, der den Rittern ein First Down an der 9-Yard-Line bescherte. Sie machten kurzen Prozeß und erhöhten auf 30:14. Den Gästen gelang dann nur noch eine Resultatsverbesserung: Ein 30-Yards-Lauf von Smith brachte das Wolfpack schließlich unmittelbar vor die gegnerische Endzone, die Weiss nach kurzem Pass überlief (22:30, Two-Point-Conversion Smith). Die Zeit war dann allerdings zu knapp, um noch eine weitere Ergebniskorrektur zu erzwingen, so dass Tübingen im direkten Vergleichleicht vorne liegt. Bad Mergentheim hatte nämlich sein Heimspiel nur mit sechs Punkten Differenz gewonnen. Trotz des zweiten Rückschlags im Kampf um die Meisterschaft steht das Wolfpack nun immer noch auf dem zweiten Tabellenplatz, der die Relegation bedeuten würde. Allerdings hat Tübingen den Vorteil des gewonnenen direkten Vergleiches.

Noch stehen allerdings fünf Spiele aus. Wolfpack-Vorstand Klaus Volkert ist froh, dass nun endlich die Heimspiele im Vordergrund stehen. Immerhin mussten bisher fünf von sieben Partien auswärts bestritten werden.

Bereits am kommenden Samstag empfangen die Kurstädter die Backnang Wolverines. kv