Main-Tauber

Grüne Main-Tauber-Kreis Nominierungsversammlung für Kreistagskandidaten fand in Gerlachsheim statt

16 Frauen und 29 Männer stellen sich zur Wahl

Main-Tauber-Kreis.Mit viel Zuversicht gehen die Grünen Main-Tauber in die Kommunalwahlen am 26. Mai 2019. Bei einer Kreismitgliederversammlung in Gerlachsheim nominierten sie kürzlich ihre Kandidaten für den Kreistag. Mit 45 Kandidierenden, 16 Frauen und 29 Männern, legen die Grünen Main-Tauber den umfangreichsten Wahlvorschlag vor, den sie jemals hatten.

Auf die Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Dietrich Grebbin folgte ein Grußwort des Landesvorsitzenden der Grünen Baden-Württemberg, Oliver Hildenbrand. Zur großen Freude des Kreisverbands bewirbt er sich im Wahlkreis II (Freudenberg, Külsheim, Werbach) um ein Mandat im Kreistag. In seiner Rede sprach er von einem neuen politischen Aufbruch in bewegten politischen Zeiten. Die Partei erlebe derzeit einen rasanten Mitgliederzuwachs. Erst im Oktober 2018 habe man in Baden-Württemberg die 10 000er-Marke überschritten. Inzwischen verzeichne der Landesverband bereits mehr als 11 000 Mitglieder.

Der grüne Aufwind bedeute auch eine große Verantwortung für die Partei, der sie im politischen Handeln gerecht werden wolle.

Weiter betonte er die Wichtigkeit des Klimaschutzes ein. Die Grünen handelten hier nach dem Motto „global denken, lokal handeln“. Der gemeinsame Termin für die Europa- und die Kommunalwahl in Baden-Württemberg sei eine gute Verbindung. „Die Europawahl ist auch eine Klimawahl“, meinte der grüne Landesvorsitzende. Die Grünen träten kraftvoll und entschlossen für ein starkes und handlungsfähiges Europa ein. „In einer Welt, die immer internationaler und vernetzter ist, löst der Rückfall in Nationalismus keine Probleme. Wir sagen Ja zu Europa, weil wir die großen Herausforderungen gemeinsam anpacken wollen.“.

Auf den Brexit bezogen sagte Hildenbrand, dass das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union schädlich sei, sowohl für Großbritannien als auch für die EU insgesamt.

Die Kommunalpolitiker der Grünen bewiesen laut Oliver Hildenbrand, dass man vor Ort gestalten kann. „Wir bewerben uns um das Vertrauen der Bürger, weil wir für eine gesunde Natur und eine innovative Wirtschaft, für starke Familien und eine vielfältige Gesellschaft in unseren Städten und Gemeinden arbeiten wollen.“ Während man bisher landesweit rund 1600 kommunale Mandate habe, strebe man in Richtung 2000.

Bei den Wahlen nominierten die Grünen Main-Tauber in getrennten Wahlgängen ihre Kandidierenden für den Kreistag:

Wahlkreis I (Wertheim): Birgit Väth, Eberhard Feucht, Elke Hauenstein, Richard Diehm, Kerstin Ulrich, Dr. Christian Mayr, Ilse Fuernkranz-Deroua und Martin König.

Wahlkreis II (Freudenberg, Külsheim, Werbach): Elisabeth Huba-Mang, Oliver Hildenbrand, Jutta Weimer, Heinz-Peter Mang.

Wahlkreis III (Tauberbischofsheim, Großrinderfeld, Königheim): Gudrun Weiske, Gunter Schmidt, Oliver Roßmüller, Karl Heinz Meier, Carsten Türksch und Philipp Lutzmann.

Wahlkreis IV (Lauda-Königshofen): Rosemarie Lux, Dr. Jörg Duden, Eleonore Seubert, Bernd Tombek und Michael Wältl.

Wahlkreis V (Ahorn, Assamstadt, Boxberg, Grünsfeld, Wittighausen): Dr. Dieter Thoma, Reinhold Hollering, Silke Stahnke, Norbert Jachol und Dietrich Grebbin.

Wahlkreis VI (Bad Mergentheim): Sylvia Schmid, Rainer Moritz, Dr. Alexandra Kurfeß, Thomas Tuschhoff, Elke Lux, Corvin Schmid, Stephan Funk und Kurt Ludwig

Wahlkreis VII (Creglingen, Igersheim, Niederstetten, Weikersheim): Gabriele Bachem-Böse, Hans Hartung, Dr. Kerstin Bögner-Zoller, Michael Schneider-Braune, Klaus-Dieter Schnabel, Stephan Nacken, Dr. Thomas Jahrmann, Elisa Heiligers und Johannes Müller

Kreistagsfraktionsvorsitzender Rainer Moritz war mit der Aufstellung der Wahlvorschläge sehr zufrieden. Eine Parität der Geschlechter habe der Kreisverband diesmal zwar leider verfehlt. Der Frauenanteil von 36 Prozent entspreche aber ziemlich genau dem Geschlechterverhältnis im Kreisverband der Grünen Main-Tauber. Eine Arbeitsgruppe sei derzeit damit befasst, das Wahlprogramm für die Kreistagswahl zu erstellen, das den Wählern die grünen Ideen für eine ökologische und soziale Politik im Main-Tauber-Kreis vorstellen werde. Die Kreisvorsitzende und Kreisgeschäftsführerin Birgit Väth beschloss die Mitgliederversammlung mit der Überzeugung, im Main-Tauber-Kreis vom Aufwind der Grünen in Bund und Land zu profitieren. gmtk