Main-Tauber

Waldbrandgefahr Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stellt Regeln vor, die bei den gegenwärtig hohen Temperaturen beachtet werden sollten

Abgestorbene Koniferen in Gärten sind ein Risiko

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Durch das heiße Wetter und die anhaltende Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Unterfrankens und vor allem im Main-Tauber-Kreis bereits auf der zweithöchsten Gefahrenstufe (Stufe 4) angekommen. Bodenvegetation und der Oberboden sind bereits stark ausgetrocknet. Besonders gefährdet sind dabei die lichten Kiefernwälder.

Bis auf den Süden in Alpennähe, wo dank ausreichender Niederschläge die Gefahrenstufe noch bei 1 oder 2 liegt, ist mit der Gefahrenstufe 4 bereits höchste Vorsicht geboten.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) weist eindringlich auf diese Gefahr hin und ruft alle Bürger zu einem umsichtigen Verhalten auf.

Bei der Waldbrandbekämpfung spielt der Zeitfaktor die entscheidende Rolle. Daher fordert der Kreisverband Main-Tauber der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald alle Bürger auf, auch kleinste Brände umgehend der Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu melden.

An folgende Regeln müssen sich alle Waldbesucher halten:

Rauchen im Wald ist verboten.

Gegrillt werden darf nur auf freigegebenen Grillplätzen, die zur Sicherheit bei den öffentlichen Stellen nachgefragt werden sollten.

Brennende Zigaretten dürfen nicht aus dem Auto geworfen werden.

Eine weitere Gefahr geht von heiß gelaufenen Katalysatoren aus. Pkw, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge dürfen deshalb nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.

Aus Sicht des Brandschutzes ist auch der Müll ein Thema. Jede weggeworfene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann bei hohen Außentemperaturen zu einem Brandherd werden.

Waldbrände müssen unverzüglich der Feuerwehr unter Telefon 112 oder der lokalen Forstdienststelle gemeldet werden.

Eine neue Gefahr stellen die im vergangenen Sommer vertrockneten Koniferen in den Städten und Privatgärten dar. Aufgrund der Harz entzünden sie sich so schnell wie getrocknete Weihnachtsbäume. Die SDW empfiehlt deshalb, sie zu fällen und in Grüncontainern zu entsorgen.