Main-Tauber

Nitratinformationsdienst Zwei Sammelstellen eingerichtet

Annahme der Proben ab 15. Februar

Main-Tauber-Kreis.Jedes Jahr im Frühjahr liefert der Nitratinformationsdienst (NID) wertvolle Informationen über die aktuellen Bodenvorräte an Nitrat-Stickstoff. Diejenigen, die Bodenproben zur Untersuchung bringen, erhalten Ergebnisse zu den Nitratgehalten in jeder Beprobungsschicht und eine schlagspezifische Düngeempfehlung sowie einen Hinweis zur empfohlenen Höhe der ersten Düngegabe.

Das Landwirtschaftsamt unterstützt den NID durch die Betreuung der beiden bekannten Sammelstellen in Bad Mergentheim, Wachbacher Straße 52, und beim Technischen Kreishaus in der Wellenbergstraße 8 in Tauberbischofsheim (in der Garage hinter dem Gebäude). Dort werden Geräte für die Probenahme ausgegeben und die Bodenproben angenommen.

Die Sammelstellen sind von Freitag, 15. Februar, bis Freitag, 1. März, jeweils montags bis freitags von 9 bis 10 Uhr und von 15.30 bis 17 Uhr geöffnet. Bodenproben können nur zu diesen Zeiten angenommen werden. An den Sammelstellen können Wirtschaftsdüngerproben und Proben zur Grundbodenuntersuchung abgegeben werden.

Für den Wein- und Obstbau werden Bodenproben etwa Mitte April angenommen, Maisflächen werden erst ab Mitte Mai beprobt.

Nach der Probenziehung müssen die Proben für den NID sofort in den gekühlten Styroporboxen verschlossen und umgehend eingefroren werden. Wird die Kühlkette unterbrochen, sind die Untersuchungsergebnisse unbrauchbar. Das beauftragte Labor schickt jedem Teilnehmer die Untersuchungsergebnisse zu. Es wird eine Gebühr erhoben.

In Wasserschutzproblem- und sanierungsgebieten sind Bodenproben in einigen Fällen verbindlich vorgeschrieben, und zwar zu Mais und Kartoffeln, nach Vorfrüchten mit stickstoffreichen Ernteresten, nach mehrjähriger Stilllegung, auf Flächen mit mehrjähriger organischer Düngung bei einem Tierbesatz von mehr als 1,4 Großvieheinheiten je Hektar LF im Betrieb sowie bei Intensivobst und Rebflächen. Darüber hinaus müssen Flächen, deren Nitratwerte im Herbst 2018 erhöht waren, zusätzlich beprobt werden.

Die Düngeverordnung verpflichtet Betriebsinhaber, jährliche Aufzeichnungen über die verfügbaren Stickstoffmengen im Boden zu führen, zum Beispiel durch die Untersuchungsatteste des NID. Fehlende Aufzeichnungen können zu Sanktionen nach Cross Compliance führen. „Cross Compliance“ („Überkreuzverpflichtung“) bedeutet, dass die Gewährung von Fördermitteln für Landwirte an die Erfüllung bestimmter Auflagen geknüpft ist.

Seit 2018 ist die Teilnahme nicht mehr nur mit dem Papier-Erhebungsformular möglich, sondern auch online in der Web-Anwendung „Düngung BW“ (www.duengung-bw.de). Alle Informationen zum Online-Verfahren sind unter dieser Adresse zu finden. Die Atteste des NID erfüllen die Anforderungen der Düngeverordnung hinsichtlich der Stickstoffbedarfsberechnung.

Neue Erhebungsformulare für 2019 sind an den genannten Sammelstellen oder direkt beim Landwirtschaftsamt in Bad Mergentheim erhältlich. Dort werden auch die passenden Klebeetiketten mit Barcodes zur Kennzeichnung der Proben ausgehändigt. Alternativ können die selbst ausgedruckten Online-Formulare verwendet werden. Wichtig: auch diese Online-Formulare müssen mit einem Barcodeetikette beklebt werden.

In beiden Fällen sind sowohl die Erhebungsformulare als auch die Styroporkisten mit den Barcodeetiketten zu versehen, um eine eindeutige Zuordnung sicherzustellen. lra