Main-Tauber

Lebenshilfe Mehr Geld vom Kreis für den Betreuungsverein

Beratung ist stark gefragt

Main-tauber-Kreis.Bei einer Enthaltung von Jochen Flasbeck (Freie Wähler) stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Verkehr am Mittwoch der Erhöhung des Kreiszuschusses für den bei der Lebenshilfe angegliederten Betreuungsverein zu. Er begleitet rund 80 rechtliche Betreuungen, übernimmt Querschnittaufgaben wie die Gewinnung, Förderung und Begleitung ehrenamtlicher Betreuer oder die Veranstaltung von Informationsabenden zum Thema „Vorsorgevollmachten“.

Individuelle Beratung

Zudem berät der Verein individuell, was bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten zu beachten ist. „Pro Jahr werden im Landkreis bis zu 1000 Vorsorgevollmachten gestellt und beglaubigt“, so Sozialdezernentin Elisabeth Krug.

Durch gestiegene Personalkosten bei stagnierenden Vergütungen für rechtliche Betreuungen habe sich eine Unterfinanzierung ergeben, führte sie aus. Deshalb habe der Verein einen Antrag auf Erhöhung der Landkreisförderung gestellt, die bislang genauso hoch war, wie die des Landes. Ab 2019 werden neben der Kofinanzierung in Höhe von bis zu 25 000 Euro nunmehr zusätzlich 12 000 Euro an Förderung für die Einzelberatung im Vorfeld von Vorsorgevollmachten gewährt.

Freiwilligkeitsleistung

Urban Lanig (CDU) meinte, diese zusätzliche Freiwilligkeitsleistung sei zu hinterfragen, weil diese Zuschüsse nicht ins uferlose wachsen dürften und irgendwie begrenzt werden müssten. Vor diesem Hintergrund sagte er seine Zustimmung unter Vorbehalt zu. hvb