Main-Tauber

Breitbandausbau Kreisweites Erschließungskonzept für kommunale Schulen sowie Hochschulen

Bildungseinrichtungen im Landkreis erhalten Glasfaseranschluss

Main-tauber-Kreis.Der Breitbandausbau im Main-Tauber-Kreis kommt gut voran. Die jetzt noch kommenden Ausbaugebiete im mittleren Main-Tauber-Kreis werden in Kürze ebenso erschlossen. Ergänzend kommt jetzt die Glasfaseranbindung für die kommunalen Schulen und die Hochschulen im Landkreis hinzu. Die Schulen werden bis Ende Januar 2019 alle mit einem Glasfaseranschluss versorgt sein.

Basiskonzept wird erweitert

Das Ausbaugebiet 1 Tauberbischofsheim, Großrinderfeld und Werbach wurde bereits in Betrieb genommen. In fünf Ausbaugebieten laufen die Erschließungsarbeiten. „Diese umfassen sowohl Tiefbauarbeiten als auch den Ausbau von mit Glasfaser ausgestatteten Multifunktionsgehäusen“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Dieses Konzept sorgt in allen Städten und Gemeinden für eine garantierte Mindestbreitbandversorgung von 50 Mbit/s im Download. „Bis Ende Dezember 2018 werden alle Städte und Gemeinden angeschlossen sein“, erklärt der Landrat weiter.

Die Breitbanderschließung teilt sich in geförderte und eigenwirtschaftlich finanzierte Ausbaugebiete. Im geförderten Gebiet stellen der Bund, das Land, der Main-Tauber-Kreis und die Städte und Gemeinden finanzielle Förderungen zur Verfügung. Im eigenwirtschaftlichen Ausbau leistet die Deutsche Telekom Technik die Erschließungsarbeiten alleine. „Gefördert werden die Gebiete, deren Erschließungskosten durch die Nutzung nicht gedeckt werden“, erläutert Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Sukzessive wird die jetzt verlegte Glasfaser- und Multifunktionsgehäuse-Infrastruktur mit der Vectoring-Technik aufgewertet.

In einem ersten Schritt werden Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s und bis 100 Mbit/s erzielt. Über weitere technische Entwicklungen steigt das Tempo bald auf bis zu 250 Mbit/s. „Das ist für alle Bereiche im Landkreis eine absolute Verbesserung“, erklärt Landrat Frank.

Das Basiskonzept wird nun um die Glasfaseranbindung aller kommunalen Schulen und der Dualen Hochschule in Bad Mergentheim erweitert. Die Schulen werden sukzessive Glasfaseranschlüsse erhalten. Hierüber informierten kürzlich das Landratsamt Main-Tauber-Kreis und Vertreter der Deutschen Telekom Technik.

Zahlreiche Bürgermeister, weitere Vertreter der Städte und Gemeinden und die Schulleiterinnen und Schulleiter der im Main-Tauber-Kreis ansässigen Schulen nahmen daran teil.

Schulträger sollen sich melden

Informiert wurde, dass für die Schulanbindung rund 9,3 Kilometer Glasfaser zusätzlich verlegt werden. Ebenso werden zusätzlich 50 Glasfasernetzverteiler aufgebaut. „Der Zeit- und Erledigungsplan für die einzelnen Schulen ist erstellt und wird in Kürze veröffentlicht“, sagte Martin Stiebitz von der Deutschen Telekom Technik. Der Umsetzungsplan steht unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau zur Verfügung. Wichtig ist nun, dass die Schulträger der beauftragten Telekom die Einverständniserklärung zum Anschluss ihrer Schule erteilen. Nur mit dieser Erklärung ist es möglich, die notwendigen Tiefbauarbeiten und den Zugang ins Schulgebäude herzustellen.

Im Anschluss an die Informationen erfolgte eine Aussprache. Hierbei wurde informiert, dass die Telekom auch für Schulnetze Kompetenzen vorhält. Die Kontaktdaten sind bei der Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises erhältlich. In diesem Zusammenhang wies der Leiter des Kreismedienzentrums, Ulf Neumann, auf die Beratungen für Schulnetze durch seine Einrichtung hin. lra