Main-Tauber

Visionen Martina Klärle zeichnete Ideen für die Zukunft

Chance für ländlichen Raum

Main-Tauber-Kreis.Für Martina Klärle sind Visionen kein Grund, um zum Arzt zu gehen. Vielmehr sieht sie in ihnen zukunftsweisende Ideen, die das Leben erleichtern und dabei noch gut für die Umwelt und das Klima sind. Für den Main-Tauber-Kreis sieht sie da durchaus Potenzial.

So gelte es, die Vorreiterrolle des Main-Tauber-Kreises im Land bei der Windenergie zu steigern, meinte sie. Den Kritikern, die von einer verspargelten Landschaft sprechen, hielt sie das Bild von den riesigen Strommasten der Überlandleitungen entgegen. Die sei der Betrachter von jeher gewöhnt, weshalb er diese als normal empfinde.

Beim Thema Windräder riet sie, den Feind zum Freund zu machen. Einen Vorschlag hatte Martina Klärle auch parat: Das höchste Windrad könnte mit einer Aussichtsplattform versehen werden, um einen Besuchermagneten mit exzellenter Fernsicht zu positionieren. Auch ein Ferienheim in Kombination mit einem Windrad ist für die Fachfrau vorstellbar.

84 000 Autos gebe es im Landkreis, was durchaus einen Abbau erlaube. Schließlich mache allein der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge 30 Prozent der emittierten Gesamtmenge im Landkreis aus. Eine Chance für den ländlichen Raum sieht sie im autonomen Fahren gepaart mit der Digitalisierung. Der Öffentliche Personennahverkehr könnte auf diese Weise neu ausgerichtet werden. Klärle stellt sich kleine selbstfahrende Elektrobusse vor, die überall dort halten, wo Bedarf besteht. In Karlsruhe werden solche Modelle derzeit erprobt.

Da noch nicht einmal zwei Prozent der Gebäude im Main-Tauber-Kreis mit Photovoltaik ausgestattet seien, forderte Klärle gerade hier einen stringenten Ausbau. Wer etwas tun wolle, müsse Schritt für Schritt vorgehen. So wie Beppo Straßenkehrer im Kinderbuch Momo: Strich für Strich. hvb