Main-Tauber

Wirtschaftsjunioren Aktuelle Informationen für grenzüberschreitende Aktivitäten

Chancen auf dem internationalen Parkett

Heilbronn.Die Unternehmen der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken sind in einem hohen Maße exportorientiert und damit auch Profiteur der internationalen Märkte. Was liegt da näher, als sich mit dem Gedanken einer Betriebsgründung im Ausland zu beschäftigen. Damit können in der rohstoffarmen Bundesrepublik wie auch in der Region kostspielige Transportwege umgangen werden und auch das Problem des Arbeitskräftemangels scheint durch den Schritt über die Grenze einfacher lösbar.

Mit ihrer Veranstaltungsreihe „Grenzenlos erfolgreich“, die vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde, wollen die Wirtschaftsjunioren der Region Heilbronn-Franken aktuelle Informationen und Trends sowie hilfreiche Tipps für grenzüberschreitende Aktivitäten anbieten. Sie wollen auch dazu beitragen, dass die immer stärker global ausgerichteten Unternehmen der Region noch wettbewerbsfähiger werden. Man hat erkannt, dass sich Wachstum nicht mehr alleine im Inland und auch nicht mehr innerhalb Europas generieren lässt.

Wettbewerb stellen

Wer erfolgreich sein will, muss sich dem internationalen Wettbewerb stellen. Ganz egal, ob der Unternehmer sich schon routiniert auf dem internationalen Parkett bewegen kann oder erst mit dem Gedanken spielt, auch die ausländischen Märkte zu erobern: „Internationale Wirtschaftsbeziehungen sind auch für den hiesigen Wirtschaftsraum ein bedeutender Faktor“, wie es die Projektleiterin der Wirtschaftsjunioren, Anna Hettich, eingangs formulierte.

In den verschiedenen Impulsvorträgen der Expertenrunde wurden unterschiedliche Themenfelder angesprochen: Dr. Peter Orban, Inhaber, Gründer und Geschäftsführer der gleichnamigen Consulting GmbH aus Pforzheim, ging auf die Problemfragen bei der Suche nach dem idealen Fertigungsstandort in Mittel- und Osteuropa ein. Dabei beleuchtete er besonders die aktuelle Situation in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Slowenien, Kroatien und der Slowakei ein. Die Standortfaktoren dort beurteilte der Experte insgesamt positiv, auch bedingt durch die stabile politische Lage.

Der Schritt ins Ausland sollte aber in jedem Fall sorgfältig geplant werden und erst nach einer intensiven Trainingsphase in kleinen Einheiten erfolgen. Wichtig sei der professionelle Umgang mit den neuen Mitarbeitern und die ständige Kommunikation.

Der General Manager der Deutsch-Malaysischen Industrie- und Handelskammer in Kuala Lumpur, Thomas Brandt, entführte die Gäste in einen völlig anderen Kulturkreis. Wer dem Megatrend Asien folgen wolle, solle unbedingt eine schlüssige Unternehmensstrategie entwickeln. In zahlreichen aktuellen Gesprächen mit Interessenten aus der Bundesrepublik vermisse er diese professionelle Vorgehensweise. Grundsätzlich seien die Menschen im Asian-Raum sehr aufgeschlossen für neue Entwicklungen und der Geschäftspartner höre auch geduldig zu.

Kunden der Zukunft

Große gesellschaftliche Konflikte können aber jederzeit auftreten. Ganz wichtig sei die Suche des passenden Geschäftspartners und der Kunde lege nach dem Geschäftsabschluss großen Wert auf einen reibungslosen Service. Brandt sprach von rasanten Wachstumsraten in einer aufstrebenden Region „in der für viele Branchen die Kunden der Zukunft leben“.

Globale Teams

Das Thema „Zusammenarbeit und Führung in globalen Teams“ hatte sich Laura Geyer von der Thyssenkrupp System Engineering GmbH vorgenommen. Vorteile sah sie in der weltweiten Kommunikation und dem dadurch entstehenden interkulturellen Ideenaustausch, der eine unterschiedliche Betrachtung der Probleme ermögliche. Man sei nah am Kunden und nah am Markt. Die Referentin sprach aber auch die Risiken wie Missverständnisse und mögliche technische Probleme an, die durch unvorhergesehene Sprachbarrieren entstehen können. Gegenseitiges Vertrauen, Glaubwürdigkeit und auch das anerkennende Wort spielen im global arbeitenden Team eine ganz entscheidende Rolle, führte Laura Geyer abschließend aus.