Main-Tauber

Interview Jürgen Schmitt überwältigt

„Das war sehr aufregend“

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Mit diesem Preis hatte er nicht gerechnet – und im FN-Interview gab Jürgen Schmitt bescheiden die „Lorbeeren“ gleich an seine Frau weiter.

Herr Schmitt, wie geht es Ihnen jetzt, so kurz nach der Preisverleihung?

Jürgen Schmitt: Langsam normalisiert sich mein Puls. Das war sehr spannend und aufregend. Ich bin da richtig überrascht worden!

Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Schmitt: Mein Vater war bereits sehr engagiert und sozial eingestellt. Das hat er mir mitgegeben. Und das gebe ich so weiter, auch an meine Kinder. Er hat mich später auch bei meinen Projekten immer unterstützt. An dem Haiti-Projekt hat meine Frau Luzia auch einen ganz großen Anteil. Sie hatte den Mut, unmittelbar nach dem Erdbeben dorthin zu fliegen und für eine andere Organisation zu arbeiten. Dafür nahm sie sich Urlaub. Sie hat den Grundstein für die Schule gelegt. Die Schule, die übrigens nach meiner Frau „Luzia Akademie“ benannt wurde, ist unser gemeinsames Werk.

Als ich den Preis überreicht bekam, war gerade Mittagessenszeit an der Schule – finanziert auch von großzügigen Spendern aus dem Main-Tauber-Kreis. Inzwischen haben wir dort drei Schulgebäude und seit genau 14 Tagen 402 Kinder zwischen drei und 16 Jahren, die die Schule besuchen. sk