Main-Tauber

Schulsanierung Land Baden-Württemberg stellt halbe Milliarde Euro zur Verfügung

Die Gunst der Stunde nutzen

Main-Tauber-Kreis.Die grün geführte Landesregierung hat ein großes Sanierungsprogramm auf den Weg gebracht, um landesweit eine Vielzahl von Schulgebäuden zu erneuern. Darauf macht der Betreuungsabgeordnete der Grünen für den Main-Tauber-Kreis, MdL Hermino Katzenstein, aufmerksam. Mit dem Förderprogramm sollen marode Dächer renoviert, Fenster erneuert, Toiletten saniert und Datenleitungen neu verlegt werden. Ab sofort können sich die Kommunen als Schulträger um Fördermittel in Höhe von 588 Millionen Euro bewerben. 251 Millionen davon steuert der Bund aus seinem Kommunalinvestitionsförderprogramm bei, 337 Millionen Euro kommen aus dem Kommunalen Sanierungsfonds des Landes. Die Bewerbungsfrist für die erste Tranche des Extra-Förderprogramms läuft noch bis zum 31. März. Förderanträge für das kommende Jahr können noch bis zum 31. Dezember gestellt werden.

Laut Berechnungen des Städtetags gibt es an baden-württembergischen Schulen einen Investitionsbedarf von drei bis vier Milliarden Euro. Katzenstein appelliert an die Kommunen im Main-Tauber-Kreis, in den nächsten Wochen die Gelegenheit zur Bewerbung zu ergreifen: „Bund und Land legen die finanziellen Grundlagen für kräftige Investitionen vor Ort.

Jetzt müssen Städte und Gemeinden die Gunst der Stunde nutzen, ihren Bedarf geltend machen und den Sanierungsstau vor Ort bekämpfen.“

Für die Förderung kommen Bauvorhaben an Schulen mit Kosten von mehr als 200 000 Euro in Frage. Ausgeschlossen sind Erneuerungen von Schwimmhallen, Turnhallen oder Möbeln.

Bewilligt werden die Anträge vom zuständigen Regierungspräsidium. Die Kommunen können eine Übernahme von bis zu 90 Prozent der Sanierungskosten durch das Land beantragen. pm