Main-Tauber

Straßenausbau Arbeiten an der Pestalozziallee in der Kreisstadt sollen im Frühjahr beginnen

Ende des Pfützenalarms

Main-Tauber-Kreis.Eine der wichtigsten Straßen in Tauberbischofsheim – die Pestalozziallee – ist eine Kreisstraße. Schon seit langem ärgert ihr Zustand Stadt und Bürger. Bei Regen nämlich bilden sich riesige Pfützen, die nicht ablaufen, sondern als kleine Seen am Straßenrand stehen und bei rechts fahrendem Verkehr als Fontänen hochgespritzt werden. Manch Fußgänger oder Radfahrer hat da schon seine Dusche wegbekommen.

Das soll sich jetzt ändern. Wie Markus Metz, Leiter des Straßenbauamts, erläuterte, soll der Ausbau im Frühjahr begonnen werden. Dem stimmte der Kreistag bei seiner Sitzung am Mittwoch mehrheitlich zu.

Tauberbischofsheims Bürgermeister Wolfgang Vockel erläuterte als CDU-Kreisrat, dass diese Straße dringend ausgebaut werden müsse. Sie habe eine gewaltige überörtliche Bedeutung, gerade weil von ihr aus viele Einkaufmärkte erschlossen würden. Als weitere Argumente nannte er die Zufahrt zum zweiten Omnibusbahnhof auf dem Wörtplatz und den an dieser Straße gelegenen Fünf-Sterne-Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“. Mit Blick auf den Handel und die Busanbindung bat er um eine möglichst kompakte Bauzeit.

Eine ganz andere Dringlichkeit als Vockel sah Rainer Moritz (Bündnis 90/die Grünen). Beim derzeitigen ambitionierten Straßenbauprogramm des Kreises stellte er den Antrag, das Projekt um ein Jahr zu verschieben.

Dem widersprach Gernot Seitz (SPD) vehement: „Diese Straße ist unbedingt auszubauen.“ Er habe bei dem letzten Starkregen sieben Riesenpfützen gezählt. Elmar Haas (Freie Wähler) merkte an, dass der Main-Tauber-Kreis reichlich mit Kreissstraßen gesegnet sei. Bei Sanierung und Ausbau bestehe Nachholbedarf. „Wir sollten Projekte aufrecht erhalten, solange wir sie uns leisten können“, meinte er und plädierte für eine frühzeitige Ausschreibung, um gute Preise zu erzielen.

Professor Dr. Wolfgang Reinhart (CDU) fragte in Richtung Rainer Moritz, ob er denn glaube, dass ein Verschieben um ein Jahr tatsächlich eine Ersparnis bedeute. Die Sanierung von Kreisstraßen sei eine ständige Aufgabe, die auch das Land begleite. Sein Credo: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Auch Manfred Schaffert (CDU) sprach sich für den Ausbau der Pestalozziallee aus, denn der sei bereits im laufenden Jahr mit 300 000 Euro anfinanziert und von der Straßenbaukommission ins Programm aufgenommen worden. Dem schloss sich Klaus Kornberger von den Freien Wählern an.

Obgleich Rainer Moritz unterstrich, dass seine Fraktion nicht grundsätzlich gegen den Ausbau sei, sondern sich lediglich für eine Streckung der Mittel einsetze, fand sein Antrag nur vier Ja-Stimmen und eine Enthaltung.

In den Haushaltsjahren 2019 und 2020 sind für die Maßnahme 1,4 Millionen Euro eingeplant. hvb