Main-Tauber

Kreiswahlausschuss 25 Stimmzettel in Kommunalwahl-Umschlägen wurden noch berücksichtigt

Endgültiges Ergebnis der Europawahl steht fest

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Der Kreiswahlausschuss hat am Freitag das endgültige Wahlergebnis der Europawahl am 26. Mai im Main-Tauber-Kreis festgestellt und über die Nachprüfung der Entscheidungen der Wahlvorstände entschieden. „Das Wahlrecht ist sehr wichtig und extrem formal. Es ist gut, dass die Ergebnisse in der Kreiswahlleitung durch unabhängige Beamte des Landkreises überprüft werden und der Kreiswahlausschuss diese Arbeit als unabhängige Instanz begleitet“, sagte Landrat Reinhard Frank in seiner Funktion als Kreiswahlleiter.

Die Geschäftsstelle des Kreiswahlleiters hatte zuvor unter der Leitung von Michael Haas alle 211 Wahlniederschriften der Wahlvorstände im Main-Tauber-Kreis geprüft. 188 Wahlniederschriften betrafen die Feststellungen der Wahlvorstände für die Urnenwahlbezirke, 23 Wahlniederschriften die Entscheidungen der Briefwahlvorstände. In vier Wahlniederschriften mussten kleinere rechnerische Berichtigungen vorgenommen werden; in drei Wahlbezirken musste über die Gültigkeit von Stimmen abweichend von den Feststellungen der örtlichen Wahlvorstände entschieden werden.

Vorgaben entsprochen

25 Stimmzettel, die bisher nicht berücksichtigt worden waren, weil sie in die Wahlumschläge für die Kommunalwahlen eingelegt waren, wurden entsprechend der Vorgaben des Innenministeriums und der Landeswahlleiterin zudem gezählt.

Von diesen 25 Europawahl-Stimmzetteln mussten fünf für ungültig erklärten werden; von den restlichen 20 entfielen zehn Stimmen auf die CDU, vier auf die SPD, zwei auf die Grünen und jeweils eine auf die AfD, auf die Freien Wähler, auf „Tierschutz hier!“ und auf „Gesundheitsforschung“.

Schriftführer Michael Haas wies außerdem darauf hin, dass in einem Briefwahlbezirk in Igersheim, in jeweils zwei Briefwahlbezirken in Lauda-Königshofen, in Wertheim und in jeweils einem Urnenwahlbezirk in Tauberbischofsheim und Wertheim Sonderstimmzettel zu statistischen Zwecken bereitgehalten wurden, auf denen auch das Geschlecht und die Altersklasse des jeweiligen Wählers angegeben waren. Damit sollten gemäß dem Wahlstatistikgesetz repräsentative Zahlen über die Geschlechts- und Altersgliederung der Wahlberechtigten und Wähler sowie ihre Stimmabgabe für die einzelnen Parteien gewonnen werden.

Von den 101 414 Wahlberechtigten im Main-Tauber-Kreis haben nach dem endgültigen Gesamtergebnis 67 155 Menschen gewählt. 1544 Stimmen waren ungültig, 65 611 Stimmen waren gültig. Die Stimmen verteilen sich folgendermaßen: CDU 26 034 Stimmen, SPD 8635 Stimmen, Grüne 11 369 Stimmen, AfD 7056 Stimmen, FDP 3486 Stimmen, Die Linke 1554 Stimmen, Freie Wähler 1840 Stimmen, Piraten 358 Stimmen, Tierschutzpartei 680 Stimmen, ÖDP 1035 Stimmen, NPD 139 Stimmen, Die Partei 970 Stimmen, Familie 454 Stimmen, Volksabstimmung 99 Stimmen, BP 110 Stimmen, MLPD 8 Stimmen, DKP 7 Stimmen, SGP 7 Stimmen, Tierschutz hier! 173 Stimmen, Tierschutzallianz 112 Stimmen, Bündnis C 131 Stimmen, BIG 37 Stimmen, BGE 40 Stimmen, Die Direkte 27 Stimmen, Demokratie in Europa – DiEM25 98 Stimmen, III. Weg 13 Stimmen, Die Grauen 97 Stimmen, Die Rechte 51 Stimmen, Die Violetten 42 Stimmen, Liebe 40 Stimmen, Die Frauen 109 Stimmen, Graue Panther 82 Stimmen, LKR – Bernd Lucke und die Liberal-Konservativen Re 76 Stimmen, Menschliche Welt 47 Stimmen, NL 14 Stimmen, ÖkoLinx 21 Stimmen, Die Humanisten 63 Stimmen, Partei für die Tiere 157 Stimmen, Gesundheitsforschung 98 Stimmen, Volt Stimmen 242.

Die Entscheidungen im Kreiswahlausschuss trafen der Vorsitzende und Kreiswahlleiter, Landrat Reinhard Frank, sowie die Beisitzer Johannes Benz, Philipp Hess, Hannelore Schulz, Tanja Frühauf, Marco Hess und Cecilie Döhling. lra