Main-Tauber

Taubertal-Festival Rothenburger Polizei zieht ein erstes, durchweg positives Resümee

"Entspannt und gut gelaunt"

Die Polizei hat über den Verlauf des Taubertal-Festivals eine positive Zwischenbilanz gezogen - angesichts der rund 18 000 Besucher hielten sich negative Vorfälle in engen Grenzen.

Rothenburg. Ein Spiegelbild der ersten Festivaltage waren der Veranstaltungsverlauf am Samstag sowie das Einsatzgeschehen in der Nacht zum Sonntag. "Entspannt und gut gelaunt", so die Rothenburger Polizei in einer ersten Bilanz, sei vor den drei Bühnen sowie auf den beiden Campingplätzen gefeiert worden. Es sei zu keinen größeren Vorfällen gekommen, so das erfreuliche Resümee der Ordnungshüter. Auch bis in den Sonntagnachmittag hinein zeigte sich die Situation unverändert.

Nur wenige Besucher verstanden Sinn und Zweck eines Musikfestivals falsch und zogen das polizeiliche Interesse vorwiegend auf dem Campingplatz Berg auf sich: Nach einer verbalen Auseinandersetzung kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen einem 28-Jährigen und einem 35-Jährigen. Der Jüngere trug nach einem Faustschlag eine aufgeplatzte Lippe davon. Ein stark betrunkener 21-Jähriger, der von Sanitätskräften versorgt werden sollte, zeigte sich wenig dankbar: Er schlug wild um sich.

Diebstähle

Unbekannt sind die Täter zu mehreren Diebstahlsdelikten: Ein 21-Jähriger schlief vor seinem Zelt ein. Als er wieder zu Kräften kam, waren sein Handy und 20 Euro verschwunden.

Ebenfalls entwendet wurde eine Jacke samt Handy und Geldbeutel eines 22-Jährigen, die der Besitzer vor seinem Zelt aufgehängt hatte. Am Sonntagmittag wurde der Diebstahl eines einachsigen Pkw-Anhängers mit dem Kennzeichen NEA-OC 13 vom Campingareal bei Reutsachsen gemeldet. Zudem wurde das Fehlen mehrerer Autokennzeichen aus dem gleichen Abschnitt bekannt.

Ehrliche Finder

Erfreulich hingegen: Zahlreiche verlorene Gegenstände und Wertsachen wurden von ehrlichen Findern bei der gut frequentierten Festivalwache der Polizei abgegeben und konnten ihren Besitzern zurückgegeben werden.

Darunter befanden sich auch Geldbörsen mit Geldbeträgen von bis zu 500 Euro. Zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall kam es am Samstagnachmittag auf der Reutsächser Steige (Staatsstraße 1020): Eine 26-Jährige fuhr - entgegen eindeutiger Regelungen - im Schuss mit einem Bobby-Car die Gefällstrecke hinunter. In einer Kurve verlor sie die Kontrolle über ihren "Rennwagen" und prallte frontal in ein bereits stehendes Polizeifahrzeug, dessen Besatzung Kollegen in Baden-Württemberg unterstützen sollte. Die rasante Dame zog sich eine Knöchelverletzung zu.

In einer ersten Zusammenfassung kann die Polizei für das Taubertal-Festival aber einen äußerst ruhigen und harmonischen Veranstaltungsverlauf bilanzieren. Angesichts der Größenordnung der Veranstaltung kam es nur zu geringen Sicherheitsstörungen - auch ein Verdienst des guten Zusammenwirkens aller beteiligten Organisationen und Dienste. Die erstmals auf den Zufahrtsstraßen rund um das Bühnengelände aufgestellten Betonsperren stießen einerseits auf reges Interesse, erfüllten andererseits völlig reibungslos ihren Zweck.

Als schwierig dürfte sich hingegen aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse die beginnende Abreise vom Campingplatz Berg erweisen.

Im Umfeld des Festivals wurde reichlich Erdreich auf Straßen und Wege aufgetragen, so dass insbesondere an Einmündungen und in Kurven mit rutschigen Fahrbahnen zu rechnen ist. Gesperrte Streckenabschnitte werden vor der Freigabe am heutigen Montag noch gereinigt, so dass es hier zu Verzögerungen kommen kann. pol