Main-Tauber

Tauberbrücke Markelsheim Arbeiten an dem 3,3 Millionen Euro teuren Projekt könnten im Januar beginnen

Förderzusage für Ersatzneubau steht noch aus

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Gute Nachrichten für den Weinort Markelsheim. Laut Zeitplan des Kreisstraßenbauamts kann der Ersatzneubau der Tauberbrücke in Markelsheim im Januar beginnen. Allerdings gibt es noch einen kleinen Unsicherheitsfaktor: Noch fehlt die Förderzusage des Landes.

„In den letzten Monaten hat sich einiges getan“, sagte Straßenbau-Dezernent Benjamin Schneider am Mittwoch in der Sitzung des Kreistags. Im Februar habe sich herauskristallisiert, dass der Neubau der Brücke über den „Kommunalen Sanierungsfond Brückenbauwerke“ förderfähig ist.

Bogenvariante beantragt

Deshalb habe man umgehend reagiert, einen entsprechenden Förderantrag formuliert und fristgerecht eingereicht. In Abstimmung mit der Stadt Bad Mergentheim sei der Neubau einer Bogenvariante als Stahlbetontragwerk mit zwei unterliegenden Bögen beantragt worden. Die Kosten für diese Variante belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro.

Im Falle einer Bewilligung des Förderantrags – die Zusage soll bis Juli vorliegen – würde das Projekt mit 1,1 Millionen Euro bezuschusst. Auf die Stadt Bad Mergentheim käme dann noch ein Kostenanteil von rund 135 000 Euro zu.

„Unmittelbar nach Zustellung des Förderbescheids wird der Baubeschluss folgen“, erklärte Dezernent Schneider. Danach gehe es an die Ausschreibung (August) und anschließend an die Vergabe der Bauarbeiten (Oktober), so dass im Januar der Abriss der alten Brücke beginnen könne.

Die Bauzeit für die neue Konstruktion betrage etwa elf Monate. „Wenn alles planmäßig läuft, ist eine Fertigstellung des neuen Bauwerks im Dezember 2019 realistisch“, so Schneider.

Um während der Zeit der Vollsperrung weiterhin zum einen eine Verbindung für Fuß- und Radfahrer zum nördlich gelegenen Ortsteil samt Bahnhof zu ermöglichen und zum anderen den Ortsverkehr (inklusive Feuerwehrfahrzeuge und Schulbusse) aufrecht zu erhalten, wird eine Behelfsbrücke/Behelfsumfahrung bereitgestellt. Diese wird für eine innerstädtische Nutzung ausgelegt. Der Lkw-Verkehr wird überörtlich umgeleitet. Der Rad- und Fußgängerverkehr wird parallel zu der Behelfsumfahrung mitgeführt. Aktuell ist die Brücke nur sehr eingeschränkt befahrbar. gf