Main-Tauber

Narrenring Main-Neckar Jahreshauptversammlung fand bei den Brunnenputzern in Külsheim statt

„Freibier Sulzbach“ in Narrenfamilie aufgenommen

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Nach einer ereignisreichen Kampagne und einem randvollen Terminplan ob der extrem kurzen Kampagne trafen sich die Delegierten der Narrenring-Vereine in Külsheim, der Heimat der Brunnenputzer, zur Jahreshauptversammlung. Tagesordnungspunkte der Versammlung waren unter anderem die Rückschau auf die närrischen Großereignisse im Narrenring Main- Neckar sowie Berichte der einzelnen Funktionsträger im Präsidium. Die Grüße des Gastgebers überbrachte der Vorsitzende Michael Klapka, der den Verein kurz vorstellte. Bürgermeister Thomas Schlegelmann freute sich, dass sich die große Narrenring- Familie in Külsheim trifft.

Großartige Familie

Zu Beginn seines Berichtes erinnerte Präsident Stefan Schulz in bewegten Worten an Ereignisse, welche die Fastnachter einerseits in tiefe Trauer stürzten, aber auch zeigten dass sie ein großes soziales Herz besitzen, wenn es darum geht zu helfen. Er habe nicht nur tolle Prunksitzungen erlebt, sondern auch gespürt, dass sich die Fastnachter des Verbandes als große Familie sehen und verstehen. Er sei mächtig stolz und überwältigt, so Stefan Schulz unter dem Beifall der Delegierten, Präsident dieser großartigen Familie sein zu dürfen.

Neuerungen

Die Eröffnungssitzung in Neckarelz habe das derzeit hohe Niveau der Aktiven des Narrenrings ebenso widergespiegelt wie die Sitzungen der Vereine. Stefan Schulz ging auch auf den am Starnberger See stattgefundenen Südkonvent ein, wo wichtige versicherungs- und datenschutztechnische Neuerungen bekannt gegeben wurden. Er werde deshalb alsbald einen Termin vereinbaren, damit die Narrenringvereine aus erster Hand informiert werden.

Um unangenehme Anschreiben von diversen Kanzleien zu vermeiden, besitzen die Vereine auch die Möglichkeit, sich von Jürgen Hofmann den Datenschutzbeauftragten des Verbandes beraten zulassen. Er habe sich mit Bayern und Württemberg auch darin abgestimmt, dass man einen gemeinsamen Vertreter ernennt, als Interessenvertreter der Narren in der Politik, auch bezüglich der Sicherheit von öffentlichen Brauchtumsveranstaltungen.

Schulz teilte der Versammlung weiter mit, dass das Präsidium des Bund Deutscher Karneval das Ehrungswesen erfreulicherweise um drei neue Orden, sogenannte Verdienst- und Treueabzeichen, erweitert habe. Diese sollen vorwiegend jenen Fastnachtern zukommen, die ohne offizielle Funktion sich ehrenamtlich langjährige außerordentliche Verdienste um die Fastnacht erworben haben.

Geschäftsführer Jörg Fritsch ging in seinem Bericht hauptsächlich auf die Arbeit des Präsidiums ein, das in seinen Sitzungen die vergangenen Kampagnen aufarbeitete und die kommenden Kampagnen plante. Zur Sprache kamen neben allgemeinen Themen auch die Neuordnung der Narrenringjugend, die Vergabe von Terminen und die vorbereitenden Planungen für das Narrenring- Treffen 2019 in Walldürn. In der Nachbetrachtung konnte eine insgesamt positive Bilanz gezogen werden, denn dieses Jahr konnten im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, die angebotenen Trainerschulungen stattfinden. Ein Dankeschön ging in diesem Zusammenhang an die Stadt Lauda für die kostenlose Überlassung der Halle.

Die Tanzturniere bis hin zu den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften brachten horvorragende Ergebnisse für die Starter aus dem Narrenring, die erfreulicherweise wieder vermehrt am Turnier in Lauda teilnahmen. Besonders hervorzuheben der erste Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften für die NG Lauda im Jugendschautanz.

Neue Jugendordnung

Für das Redaktionsteam des Verbandsorgans „Marotte“ stellte Peter Weinlein fest, dass die Arbeit im Team sehr gut funktioniere. Dass das Verbandsorgan vorerst nur einmal im Jahr erscheint, und zwar zur Herbstversammlung, sei der Versuch die Marotte zu erhalten. Er bat die Anwesenden Vereinsvertreter um vermehrte Zusendung von Berichten, die im Verbandsorgan dann veröffentlicht werden. Denn die Fränkische Fasnacht im Narrenring mit ihrer Vielfalt und Tradition habe es verdient, dass die Öffentlichkeit davon erfährt.

Sehr ausführlich ging Thomas Schmelcher auf die Aktivitäten des Narrenring-Jungendausschusses ein. Ein Großteil der Arbeit der Führungsspitze bestand in der Kontaktaufnahme zu übergeordneten Verbandsinstitutionen. Deshalb besuchte man auch die Tagung der Verbandsjugendleiter im Rahmen des Südkonvents, und wird an den Tagungen und Sitzungen der Fastnachtsjugend Bayern und der BDK-Präsidialtagung in Neubrandenburg teilnehmen. Die kommende Kinder- und Jugendsitzung wird am 10. Februar 2019 in Hardheim stattfinden. Nach der gelungenen Premiere des Sommerfestes für die Narrenringjugend im letzten Jahr wird die zweite Auflage am 29. September 2018 in der Buchener Narrenscheune stattfinden. Thomas Gadet stellte unter Punkt Verschiedenes die neue Jugendordnung vor, die der Narrenring-Jugend eine gewisse Selbständigkeit bringt. Sie bleibt allerdings als Unterabteilung fester Bestandteil des Narrenrings Main-Neckar, die ihren Jugendleiter wählt und in das Narrenring-Präsidium entsendet.

Schatzmeister Erwin Nentwich konnte eine ausgeglichene Bilanz vorweisen, womit eine weiterhin solide finanzielle Basis vorhanden ist. Im Namen der Kassenprüfer bescheinigte Klaus Matt eine korrekte Buchführung, weshalb Entlastung zu empfehlen sei. Die Entlastung für das gesamte Präsidium wurde einstimmig erteilt.

Zu laute Musik bei Umzügen

Stefan Schulz gab bekannt, dass der Narrenring Zuwachs bekommt, denn der „Fastnachtsverein Freibier Sulzbach“ hat die Aufnahme in den Verband beantragt, dem nichts entgegen stehen wird. Der Vorsitzende Michael Hany stellte den Verein vor, der seit der Gründung im letzten Jahr das fastnachtliche Brauchtum in Sulzbach pflegt. Er ging auch auf einen offenen Brief von mehreren Musikkapellen ein, der das Problem der Lautstärke auf Motivwagen aufgreift. Der Krach sei teilweise so stark, dass er die am Umzug spielenden Kapellen übertönt. Sollten die veranstaltenden Vereine keine Lösungen finden, würden sich nicht wenige der Kapellen überlegen müssen, künftig keine Umzüge mehr zu spielen. Dies wäre, so der allgemeine Tenor, sicher ein großes Problem für die Veranstalter und ein Verlust für die Umzüge. habe