Main-Tauber

Versammlungen Bürgermeister Heiko Menig informierte über den gemeindlichen Stand der Dinge in beiden Ortsteilen und stellte sich den Fragen der Bevölkerung

Freizeitangebote sollen ausgebaut werden

Neubrunn/Böttigheim.In Böttigheim und Neubrunn fanden Bürgerversammlungen statt. Zu Beginn dieser Versammlungen gab Bürgermeister Heiko Menig einen kurzen Einblick in den Haushalt und die Pflichtaufgaben sowie die freiwilligen Aufgaben der Gemeinde. Als Beispiele für die Pflichtaufgaben nannte Menig die Erweiterung des Kindergartens Neubrunn um eine Krippengruppe, bei der noch ein paar Restarbeiten zu erledigen sind, die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen (Böttigheim bekam im letzten Jahr ein TSF-W für ihr 30 Jahre altes TSF, für Neubrunn laufen die Planungen für die Beschaffung eines neuen Feuerwehrautos für das 31 Jahre alte Löschfahrzeug).

Weiter führte er den barrierefreien Ausbau beider Ortsteile an. In Böttigheim sind die Bushaltestellen bereits barrierefrei. Für Neubrunn sind zwei Haltestellen in Planung und sollen im nächsten Jahr ausgeführt werden. Zudem erwähnte Menig den Umbau und die Sanierung der Frankenlandhalle in Böttigheim und die Ausweisung neuer Wohnbauflächen in Neubrunn (Baugebiet „Kirchenberg“ im Anschluss an „Turnhalle West“).

Anschließend gab der Bürgermeister einige statistische Zahlen (Stand 31. Dezember 2017) bekannt. Der Einwohnerstand hat sich von 2003 bis 2017 negativ von 2356 auf 2267 nach unten bewegt, wobei ein Anstieg seit 2010 von 2165 zu verzeichnen ist. Von den 2267 Bürgern beider Gemeindeteile sind 111 ausländische Mitbürger. Aus dem Standesamt wurden für 2017 genau 15 Geburten und 22 Sterbefälle, zehn Eheschließungen gemeldet. Für 2018 waren es bisher 14 Geburten, 21 Sterbefälle, 17 Eheschließungen.

Zum Sachstandsbericht der Gemeinde gab der Bürgermeister folgendes bekannt: Die Verwaltung kann nahezu alle Dienstleistungen anbieten, die von den Bürgern benötigt werden. Die Standesamtsarbeiten hat das Standesamt Waldbüttelbrunn übernommen. Eheschließungen sind weiterhin in Neubrunn und Böttigheim möglich. Der Bürgerservice „Zulassungsstelle“ wird sehr gut angenommen. Pro Jahr werden zwischen 250 und 300 Fälle bearbeitet.

Pro-Kopf-Verschuldung gefallen

Als Grundvermögen sind in Neubrunn ein Gewerbegrundstück und in Böttigheim zwei Wohnbaugrundstücke vorhanden, die zum Verkauf stehen. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug Ende 2017 rund 632 Euro, was rund 1,434 Millionen Euro Schulden entspricht. Zum Vergleich: Ende 2016 lag die Pro-Kopf-Verschuldung bei rund 676 Euro.

Dann informierte Menig, dass für die Kinder, Jugendlichen und Junggebliebenen in Freizeitangebote investiert werden soll. Gedacht ist für Böttigheim an eine Skateranlage oder ein Beachvolleyballfeld, für Neubrunn an einen Pumptrack (eine Fahrradbahn mit Steilkurve, Hügeln, Sprüngen) in asphaltierter Bauweise, damit sie auch mit Rollern oder Inlinern nutzbar ist.

In Böttigheim wurden die Kinderspielplätze am Kleinhirschberg und im Kindergarten fertiggestellt. Für den Spielplatz an der Feuerwehr in Neubrunn wurde eine neue Rutsche beschafft. Außerdem informierte der Bürgermeister, dass Neubrunn mit fünf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau ein Pilotprojekt zur Baulandaktivierung startet, bei dem es darum geht, den Altort durch verschiedene Maßnahmen attraktiver zu machen. Ein Bürgerbus wurde beschafft, die Eckpunkte festgelegt, die Fahrer warten auf eine Schulung. Wenn alle Formalitäten erledigt sind, kann gestartet werden. Das Freibad bekommt, durch einen Sponsor, ab der neuen Freibadsaison eine Wasserrutsche.

Im Anschluss wurden Fragen gestellt und Anregungen gegeben. So wurde unter anderem gefragt, was im Friedhof Neubrunn gebaut werde Darauf antwortete der Bürgermeister, der Weg zu den Urnengräbern werden gepflastert, damit die Gräber barrierefrei erreicht werden können. Außerdem würden weitere Felder für Urnengräber geschaffen.

Angesprochen wurden von den Bürgern auch das Thema Mobilfunk, Tempo 30 im Kindergartenbereich in Neubrunn, Verkehrsüberwachung und Parksituation an der alten Brauerei, Ausbau der Kläranlagen oder Pumpen in andere Anlagen.

Der Bürgermeister dankte allen, die sich in beiden Ortsteilen unentgeltlich für die Dorfgemeinschaft einsetzen, darunter auch das Helfernetzwerk mit 1230 Stunden Arbeitseinsatz. „Das Engagement aller lässt die Gemeinde lebens- und liebenswert erhalten.“ ank