Main-Tauber

Liga der Freien Wohlfahrtspflege Auf Werner Fritz von der Jugendhilfe Creglingen als Vorsitzendem folgt Wolfgang Pempe vom Diakonischen Werk Main-Tauber-Kreis

Gute und vertrauensvolle Kooperation

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege ist eine feste Größe im Main-Tauber-Kreis. Jetzt fand wieder eine Veränderung an der Spitze statt.

Main-Tauber-Kreis. In einem Turnus von zwei Jahren wechselt der Vorsitz bei der Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Main-Tauber-Kreis. Nachfolger von Werner Fritz, Geschäftsführer der Jugendhilfe Creglingen, ist jetzt Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Main-Tauber-Kreis. Fritz ist sein Stellvertreter. Der bisherige Stellvertreter Stefan Schneider, Regionalleiter der Caritas Heilbronn-Hohenlohe, schied aus dem Amt.

Einiges bewegt

„Wir haben einiges bewegt“, blickte Werner Fitz auf seine Amtszeit zurück. So habe ein regelmäßiger Austausch mit den Bundestagsabgeordneten stattgefunden, um sie für sozialpolitische Themen zu sensibilisieren. Auch die Veranstaltung zur baden-württembergischen Landtagswahl in Kooperation mit den Fränkischen Nachrichten sei auf eine gute Resonanz gestoßen.

Daneben hätten die Ligamitglieder begonnen, das Thema Familienzentren im Kreis voranzubringen. Auch die Mitwirkung im Beirat des Europäischen Sozialfonds, im Beirat des Jobcenters und bei der Jugendhilfeplanung habe Früchte getragen.

Arbeitsteilig aufgestellt

„Die Liga ist arbeitsteilig aufgestellt und kann so die unterschiedlichen Ressourcen nutzen“, beschreibt Stefan Schneider das Vorgehen der Partner. Großes Thema seien geplante Änderungen beim achten Sozialgesetzbuch. Da gehe es um Kinderrechte, Subsidiarität und die Beibehaltung der Fachlichkeit, die den Wohlfahrtsverbänden sehr am Herzen liegt. Als weiteren Schwerpunkt beschreibt Stefan Schneider die Stärkung des ländlichen Raums.

Einig sind sich die Protagonisten über die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen. „Wir ergänzen uns wechselseitig“, beschreibt Schneider das Zusammenwirken der Wohlfahrtsverbände mit zum Teil sehr unterschiedlichen Schwerpunkten. Als Grund nennt er die Arbeit im Interesse der Verbände und nicht einzelner Einrichtungen.

Der neue Vorsitzende Wolfgang Pempe sieht eine der Hauptaufgaben der Liga in der Umsetzung eines geänderten Sozialgesetzbuches XIII auf die regionale Ebene. Vor diesem Hintergrund plant man einen Liga-Empfang für die bei der Kommunalwahl am 26. Mai gewählten Vertreter. Gast bei dieser für den 18. September angesetzten Veranstaltung wird die Vorsitzende der baden-württembergischen Liga der Freien Wohlfahrtspflege, Ursel Wolfgramm, sein. Sie ist Vorstandsvorsitzende des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband in Baden-Württemberg.

Dialog weiterentwickeln

Den Dialog mit der Politik und der Verwaltung im Landkreis zu halten und weiterzuentwickeln, sieht Wolfgang Pempe als eine seiner Hauptaufgaben an. Pempe: „Das wünschen wir uns, weil es inhaltlich wichtig ist.“