Main-Tauber

Kloster Bronnbach Sonderführungen im August widmen sich dem Wirken der Zisterzienser

Harte Arbeit und gottgeweihtes Leben als Erfüllung

Archivartikel

Bronnbach.Die Zisterzienser haben in und um Bronnbach ein reiches Erbe hinterlassen. Auf die Spuren der Mönche und ihres Alltagslebens begeben sich verschiedene Sonderführungen im August im Kloster Bronnbach.

Das Chorgestühl war ein zentraler Ort im Leben der Klosterbrüder in Bronnbach. Nach der Regel des Heiligen Benedikt versammelten sich die Mönche acht Mal zum Gebet, den sogenannten Horen, vom ersten Gebet in der Nacht bis zum letzten Gebet am Abend, dem Komplet. Das Bronnbacher Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert wurde um 1777 vom Laienbruder Daniel Aschauer geschaffen und ist ein wunderschönes Beispiel barocker Kunst. Die Schnitzereien im Flachrelief sind mit großer Kunstfertigkeit ausgeführt und tragen einen reichen symbolischen Gehalt, der in dieser Sonderführung vorgestellt wird.

Annemarie Heußlein bietet in einer Sonderführung am Donnerstag, 2. August, Einblick in die Geschichte und die Geschichten des Bronnbacher Chorgestühls. Beginn ist um 18 Uhr.

Die Sonderführung „Vom Beten und Arbeiten der Klosterbrüder“ findet am Freitag, 3. August, um 18 Uhr unter der Leitung von Kurt Lindner im Kloster Bronnbach statt.

Die Zisterzienser glaubten, der Weg zu Gott führt nur über das Gebet und harte Arbeit. Sie wollten sich durch ihre eigenen Hände Arbeit ernähren, vor allem durch Ackerbau und Viehzucht. Handarbeit wurde als Teil der Askese gerechtfertigt. Für die meist adeligen Chormönche musste die Arbeit eine besondere Herausforderung gewesen sein. Arbeiten auf dem Feld oder im Baubetrieb, im Garten, in der Küche oder in der Schreibstube gehörten zum Klosteralltag. Das „Ora et labora“ bedeutete neben einem gottgeweihten Leben auch die Verpflichtung zum praktischen Handeln.

Junge Entdecker können sich am Mittwoch, 8. August, auf einen besonderen Einblick ins Kloster Bronnbach freuen. Um 14 Uhr startet die Kindererlebnisführung „Entdecke, wie die Mönche lebten“ im Klosterladen und bringt den jungen Besuchern spielerisch das Leben der Mönche und die Klostergeschichte näher. Kulturgeschichte wird hierbei auf mitreißende und altersgerechte Weise interaktiv für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren vermittelt. Die Führung wird individuell an das Alter der Kinder angepasst und dauert rund eineinhalb Stunden.

Neben einem Besuch der Klosterkirche und des Kreuzgangs wird der klösterliche Tagesablauf eines Bronnbacher Novizen in den Räumen des Klosters durch die Fantasie der Kinder zum Leben erweckt werden. Eine Anmeldung ist für alle Sonderführungen obligatorisch und wird unter der Telefonnummer 09342/935 20 20 20 oder per E-Mail an info@kloster-bronnbach.de entgegen genommen. Der Treffpunkt zu den Führungen ist am Klosterladen. lra