Main-Tauber

IHK-Vollversammlung Präsidium und Hauptgeschäftsführerin von Plenum entlastet

Hohe Aufwendungen für Altersversorgung

Archivartikel

Kupferzell.In ihrer Sommersitzung stimmten die Mitglieder der IHK-Vollversammlung auch dem Jahresabschluss für das Rechnungsjahr 2017 zu und erteilten dem Präsidium und der Hauptgeschäftsführerin einstimmige Entlastung (wir berichteten bereits). Im Geschäftsjahr 2017 verzeichnete die IHK Betriebserträge in Höhe von 18 311 Millionen Euro.

Dem stehen Betriebsaufwendungen in Höhe von 18 508 Millionen Euro gegenüber. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 1,424 Millionen Euro. Nach den Entnahmen aus den dafür gebildeten Rücklagen und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr bleibt allerdings ein ausgeglichenes Bilanzergebnis.

Wie bei der Erläuterung des Zahlenwerkes in der Sitzung deutlich wurde, entstand der Jahresfehlbetrag hauptsächlich durch zwei Faktoren. Auf der einen Seite gingen die Mitgliedsbeiträge durch die Senkung der Umlage um rund 611 000 Euro zurück, und auf der anderen Seite steigen die Sozialausgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge um knapp 1,2 Millionen Euro.

Der Jahresabschluss der IHK Heilbronn-Franken besteht aus der Gewinn- und Verlustrechnung, der Finanzrechnung und der Bilanz. Unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung stellt er die tatsächliche Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dar. Demnach fallen die Betriebserträge gegenüber dem Vorjahr um 559 100 Euro niedriger aus. Die Erträge aus Beiträgen liegen um 610 900 Euro unter denen des Jahres 2016. Hauptgrund hierfür sind um 624 800 Euro geringeren Beiträge aus Vorjahren, wofür im Wesentlichen die Umlagesenkungen der letzten Jahre, vor allem ab 2012, verantwortlich sind.

Die Betriebsaufwendungen fallen in Summe um knapp zwei Millionen Euro höher aus. Zurückzuführen ist dies auf höhere sonstige betriebliche Aufwendungen und Personalaufwendungen. Letztere steigen im Vergleich zu 2016 um 1,045 Millionen Euro.

Dieser Anstieg begründet sich allerdings nicht in den Gehältern, denn diese gingen um rund 155 000 Euro zurück. Der Anstieg liegt allein in den höheren Aufwendungen für Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung (plus 1,199,7 Millionen Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen um 962 500 Euro höher aus. Verantwortlich dafür sind im Wesentlichen die einmaligen Instandhaltungsmaßnahmen und Aufwendungen für die Veranstaltung der IHK-Vollversammlungswahl. Beide Aufwandsposten können größtenteils den hierfür gebildeten zweckgebundenen Rücklagen entnommen werden.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis fällt mit einem, Minus von 1,067 Millionen Euro um 924 400 Euro negativer aus als 2016. Im Wesentlichen ist dies auf einen höheren Zinsaufwand für langfristige Rückstellungen (gesunkener BilMoG-Zinssatz) zurückzuführen.

Positiv wirkt sich hier die Gewinnausschüttung der IHK-Zentrum für Weiterbildung GmbH in Höhe von 506 800 Euro aus. Mit Berücksichtigung der Steuern, des Ergebnisvortrags aus dem Vorjahr und des Saldos der Rücklagenveränderung ergibt sich ein Bilanzgewinn/-verlust von 0 Euro.

In Summe ergibt sich somit eine Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von minus rund 1,97 Millionen Euro, sodass sich die Eigenmittel zum 31. Dezember 2017 auf rund zehn Millionen Euro verringern.

Die Bilanzsumme sinkt gegenüber dem Vorjahr um 1,323,4 Millionen Euro (minus 2,4 Prozent). Die Eigenkapitalquote beträgt 53,8 Prozent (Vorjahr 55,2 Prozent). Damit liegt die IHK Heilbronn-Franken im Landes- und Bundesvergleich immer noch sehr gut.