Main-Tauber

Energieagentur Haus- und Gebäudeeigentümer sollen im südlichen Landkreis abgefragt werden

Hohes Potenzial bei Solardachausbau

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Mit den Schwerpunktthemen „Energieeffizienz“ und „Solardachenergie“ sollen in den nächsten drei Jahren spürbare Ergebnisse für das Klima im Kreis erreicht werden. „Der Kreis möchte einen Beitrag leisten, um die vorgegebenen Klimaschutzziele zu unterstützen und den Landkreis auch in einem lebenswerten Zustand zu belassen“, so Landrat Reinhard Frank.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises und die Energieagentur haben nun die Aufgabe, Hauseigentümer von den Vorteilen und spürbaren positiven Auswirkungen der Energieeffizienz oder der regenerativen Energiegewinnung über Solardachanlagen zu überzeugen.

Im Klimaschutzkonzept des Kreises ist festgehalten, dass in Deutschland durch energetische Sanierungen von Gebäuden rund 80 Prozent Energie eingespart werden kann. Trotz der drängenden Klimaschutzprobleme liegt die jährliche Sanierungsquote gegenwärtig aber nur bei einem Prozent der 37 000 Bestandsgebäude. Innerhalb des Main-Tauber-Kreises wird deshalb angestrebt, diese Quote auf zwei Prozent zu steigern. Dies entspräche pro Jahr 740 Wohngebäuden im Kreisgebiet.

Rund 35 Prozent der vorhandenen Wohngebäude bieten Potenzialflächen für Solarenergie auf Dächern. „Wir streben deshalb an, rund 20 Prozent dieses Potenzials in den nächsten Jahren über Solardachenergie zu nutzen“, führt auch Felix Hemmerich von der Energieagentur Main-Tauber aus. Hierzu ist es ebenfalls notwendig, dass Hauseigentümer für diese Art der regenerativen Energiegewinnung gewonnen werden. Nahtlos fließt bei der Solarenergie auch das Thema „Elektromobilität“ ein, welches über Wall-Boxen umgesetzt werden kann.

Die Energieagentur Main-Tauber und das Landratsamt streben in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden Creglingen, Igersheim, Niederstetten und Weikersheim an, die Bereitschaft von Haus- und Gebäudeeigentümern für die Leuchtturmprojekte zu ermitteln. „Wir streben an, dass uns die Rathäuser geeignete Objekte oder auch Straßenzüge nennen, um mit den Eigentümern in Kontakt zu treten“, führt Dezernent Jochen Müssig aus.

Anhand von Beispielen soll gezeigt werden, welche Mittel für energetische Maßnahmen oder Solardachanlagen notwendig sind. Es wird auch erklärt, in welchem Zeitraum sich eine Sanierung oder der Solardachausbau amortisiert.

Unabhängig hiervon können sich Interessierte mit der Energieagentur oder der Wirtschaftsförderung im Landratsamt in Verbindung setzen. Kontaktdaten: Energieagentur Main-Tauber/Wirtschaftsförderung Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Ansprechpartner Felix Hemmerich, Telefon 0 93 41/82 58 22, felix.hemmerich@main-tauber-kreis.de, www.main-tauber-kreis.de/Wirtschaft-Tourismus. lra