Main-Tauber

Gesellschaft Deutschordensmuseum Kreistag stimmt der ab 2020 geltenden Grundvereinbarung zu / Personal an Landesbetrieb abgegeben

Integration wird langfristig angestrebt

Archivartikel

Der ab dem Jahr 2020 geltenden Grundvereinbarung für die Gesellschaft Deutschordensmuseum Bad Mergentheim stimmte der Kreistag einstimmig zu.

Main-Tauber-Kreis. Der Landkreis war der letzte und kleinste der vier Gesellschafter, die eine Erhöhung der Zuschüsse ab Januar 2021 um jährlich drei Prozent für eine festgelegte Laufzeit von zehn Jahren billigte. Betragen die Zahlungen des Landkreises derzeit knapp 35 000 Euro, steigen sie bis 2029 auf rund 44 000 Euro.

Zudem wird eine Kooperation zwischen dem Deutschordensmuseum und dem Landesbetrieb Staatliche Schlösser und Gärten (SSG) eingegangen.

Das Deutschordensmuseum bleibt als Gesellschaft bestehen, gibt das Personal aber an die SSG ab und kauft im Gegenzug die Geschäftsführung, den Museumsbetrieb und die Vermarktung zum Preis der bisherigen Personalkosten ein. Langfristig ist eine Integration in die SSG geplant.

Tillmann Zeller (SPD) sieht die Grundvereinbarung als sinnvoll an, stärkt sie doch das Museum als erlebbaren Ort für Familien. Von der professionellen Werbung im Verbund der SSG profitiere das ganze Taubertal. Alfred Beetz (CDU) rückte den hohen Bekanntheitsgrad des Deutschordensmuseums in den Fokus und lobte die SSG als „großen und starken Partner, der landesweit engagiert ist“. Er fragte an, ob es nicht auch möglich sei, Kloster Bronnbach mit seinem kulturellen Part unter das Dach der SSG zu bringen, was Jochen Flasbeck (Freie Wähler) mit einem „Die nehmen nicht jeden auf“ konterte.