Main-Tauber

Breitbanderschließung Arbeiten im Ausbaugebiet drei abgeschlossen / Schulen werden bis 2019 mit Glasfaserkabeln angeschlossen

Jetzt Anschluss an die Daten-Autobahn

Archivartikel

Die Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis schreitet zügig voran: Jetzt ist auch das Ausbaugebiet drei mit Weikersheim, Niederstetten und Bernsfelden/Simmringen angeschlossen.

Weikersheim. Die FTTH-Anschlüsse, also Glasfaser bis ins Haus, folgen in Kürze. Die schnellen Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s sind nun buchbar. Die letzten vier der insgesamt neun durchzuführenden Gebiete, überwiegend im nördlichen Main-Tauber-Kreis, sollen nach Aussage der Telekom bis zum Jahresende ebenfalls fertiggestellt sein.

Dann soll auch die erste Phase, das sogenannte Basiskonzept, mindestens 50 Mbit/s im Download, der Breitbanderschließung im Kreis abgeschlossen sein. Die zweite Phase sieht die Anbindung der Schulen an das Breitbandnetz vor. Dabei werden die Schulen unmittelbar mit Glasfaser „angefahren“. Geplante Fertigstellung hier Ende 2019.

Symbolischer Knopfdruck

Die dritte und letzte Phase beinhaltet die Anbindung der restlichen weißen Flecken wie zum Beispiel weiter abgelegene Einzelhöfe, Wohnhäuser an Ortsrändern oder weit entfernte von Kabelverzweigern gelegene.

Beim symbolischen roten Knopfdruck in Weikersheim meinte Bürgermeister Klaus Kornberger: „Wir haben jetzt dem Anschluss an die Autobahn, die Datenautobahn, lange entgegengefiebert und nun haben wir es geschafft“. Hohes Tempo im Internet ist ein digitaler Standortvorteil, so der Rathauschef. Für die gesamte Kommune, aber auch für jede einzelne Immobilie, ob privat oder Geschäft. Bei dieser Gelegenheit würdigte Kornberger den Einsatz des Landkreises für die Megaaufgabe, sowie den von Telekom und ausführenden Firmen. Andere Landkreise seien mit anderen Kosten unterwegs und in Tauberbischofsheim habe man immer Gas gegeben.

Im Ausbaugebiet drei sind laut Alexander Ostertag von der Deutschen Telekom nun 4 800 Haushalte am schnellen Internet angeschlossen. Hierfür verlegte die Telekom 86 Kilometer Glasfaserkabel, damit Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist. Auf 47 Kilometer war gar Tiefbau nötig und es mussten 51 Straßenverteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet werden.

Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber hob neben der guten Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Beteiligten vor allem die günstige Finanzierung hervor. Von den insgesamt gut 20,5 Millionen Euro Gesamtkosten für die Erschließung der insgesamt neun Gebiete gibt es 50 Prozent an Zuschuss vom Bund und 20 vom Land Baden-Württemberg. Die restlichen 6,2 Millionen teilten sich der Landkreis, Städte und Gemeinden je zur Hälfte. Daher galt sein Dank Dr. Veit Steinle, der für die Finanzierung Bund-Land-Kommunal mit verantwortlich ist. Dabei hob Müssig die Wichtigkeit sowohl für den Privatmann als auch Betriebe und Unternehmen hervor.

Ohne die Kommunikationswege würde der ländliche Raum abgehängt. Mit dieser Datenautobahn sei der Kreis jedoch auf den internationalen Märkten präsent.

DSL diene auch dazu, der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken. Man könne so die Landflucht stoppen und jungen Menschen hier in ihrer Heimat eine Perspektive geben. Am Ende zeigte er sich im Beisein von Bürgermeister Frank Menikheim (Igersheim), und dem Breitbandbeauftragten der Stadt Niederstetten, Sebastian Mayer, sehr erfreut, dass seit dem ersten Spatenstich im April 2017 bis zum geplanten Finale Ende Dezember 2018 der Ausbau des Basiskonzepts in Erfüllung gehen wird.