Main-Tauber

Handwerk Bäckerinnung des ehemaligen Kreises Tauberbischofsheim und Fleischer-Innung Main-Tauber-Kreis fusionieren zu Fleischer- und Bäckerinnung Main-Tauber / Roland Rücker geehrt

Jürgen Sendelbach ist Innungsobermeister

Die Fusion der Fleischer-Innung Main-Tauber-Kreis und der Bäcker-Innung Tauberbischofsheim wurde bei einer gemeinsamen Mitgliederversammlung beschlossen.

Tauberbischofsheim/Main-Tauber-Kreis. „Im Gebiet des ehemaligen Kreises Tauberbischofsheim gibt es nur mehr 15 aktive Bäckerbetriebe“, berichtete der bisherige Innungsobermeister Roland Rücker aus Nassig bei der Begrüßung im im Haus des Handwerks der Kreishandwerkerschaft (KHS) Main-Tauber-Kreis. Unter anderem müssten sowohl Bäcker- als auch Metzgereibetriebe aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks immer mehr ums Überleben kämpfen. Daher halte er einen Zusammenschluss beider Innungen für sehr sinnvoll.

Immer weniger Betriebe

Über ganz ähnliche Tendenzen in seiner Zunft informierte Jürgen Sendelbach, Obermeister der Fleischer-Innung Main-Tauber-Kreis aus Werbach, Sendelbach sprach sich adäquat wie Rücker für eine Fusion aus. Deren Ziel sei es zum Beispiel, das regionale Lebensmittelhandwerk zu stärken.

Nach dem Verlesen der Kassenberichte beider Innungen durch die Geschäftsführerin vermochten Edwin Strauß (Fleischer-Innung Main-Tauber-Kreis) und Hubert Keller (Bäcker-Innung Tauberbischofsheim) im Namen der beiden weiteren Revisoren Heinz Blank und Walter Seubert eine beanstandungslose Finanzführung zu vermelden, so dass daraufhin der jeweilige Vorstand mitsamt der Geschäftsführung einstimmig entlastet wurde.

Gemeinsam in die Zukunft

In einer anschließenden Aussprache erläuterten Rücker und Sendelbach erneut Gründe der geplanten Fusion sowie Überlegungen für eine zukünftige Zusammenarbeit beider Innungen. Aktivitäten könnten neben den Vollversammlungen die gemeinsame Durchführung von Fortbildungsseminaren wie etwa Hygieneschulungen sowie von Veranstaltungen und Aktionen sein, wobei es beiden Gilden offen stünde, gegebenenfalls spezifische Thematiken der jeweiligen Zunft auch weiterhin eigenständig zum Beispiel mit Aktionen zu begleiten. Zudem hatten die Mitglieder Gelegenheit zur Diskussion und zu Fragen an die beiden Obermeister zu den Fusionsplänen. Dabei zeigten die geäußerten Beiträge eine mit den Obermeistern übereinstimmende Richtungslinie.

Eine neue Satzung und Beitragsstruktur sowie einen Haushaltsplanentwurf für die gemeinsame Innung präsentierte Angelika Gold. Als Name der Organisation wurde „Fleischer- und Bäcker-Innung Main-Tauber“ vorgeschlagen. Zudem unterbreitete die Geschäftsführerin unter anderem einen Vorschlag, wie die Beiträge speziell für das erste Jahr gestaltet werden könnten, um sie dann in weiterer Zukunft auf einen Nenner zu bringen.

Nachdem beide Zünfte separat jeweils einstimmig das Bündnis beider Innungen bewilligt hatten, wurden ebenfalls einstimmig die Satzung und der Haushaltsplanentwurf für die neue Gesamtinnung sowie die Obliegenheit der Geschäftsführung bei der KHS beschlossen. Ebenso gab es Einigkeit, dass auch zukünftig der Nachwuchswerbefonds beibehalten werden soll.

Neuwahlen

Mehrstimmig bei lediglich einer Enthaltung wurde Jürgen Sendelbach zum Obermeister der neuen Fleischer- und Bäcker-Innung Main-Tauber gewählt. Stellvertretende Obermeister sind Georg Steinruck aus Dörlesberg bei den Bäckern und Hugo Rummler aus Neunkirchen bei den Fleischern. Als Schriftführer wurde der Bäcker Matthias Göpfert aus Wertheim und als Kassenwart der Fleischer Stefan Eisenhauer aus Külsheim gewählt. Als Lehrlingswarte fungieren Hans Seubert aus Külsheim bei den Bäckern und Florian Morschhäuser aus Königheim bei den Fleischern.

Roland Rücker Ehrenobermeister

Vor den Wahlen hatte Roland Rücker erklärt, dass er nicht für das Amt des Obermeisters der neuen Innung kandidieren werde. Nach 40 Jahren Ehrenamt in der Bäcker-Innung müsse auch einmal Schluss sein, so Roland Rücker. Im Rahmen der Versammlung wurde der bisherige Innungsobermeister von der Bäcker-Innung Tauberbischofsheim mit einer Urkunde ausgezeichnet und zum Ehrenobermeister ernannt. Damit würdigte die Zunft Rücker für dessen 17 Jahre währende erfolgreiche Ehrenamtstätigkeit als Obermeister der Bäcker-Innung sowie seine Verdienste um das Bäcker-Handwerk und engagierten Einsatz zum Wohle dieses Handwerks seit über 40 Jahren.

„Mir haben die ganzen Jahre sehr viel Freude bereitet. Ich habe viele Menschen kennenlernen und mitnehmen können“, betonte Rücker in seinen Dankesworten. Zudem wünschte er der neu gegründeten Innung „alles Gute, viel Glück und Gottes Segen“.