Main-Tauber

Neues Angebot Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Caritasverbands bietet "KiM"

Jungen Eltern Sicherheit geben

Main-Tauber-Kreis.Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre eines Kindes stellen für die Eltern einen besonderen Einschnitt in ihrem Leben dar. Neben Freude kann es auch zu Gefühlen der Verunsicherung und Überforderung kommen.

Hier setzt ein Angebot an, das die Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Caritasverbands neu konzipiert hat und ab sofort anbietet. "KiM - Kind im Mittelpunkt" heißt es und wendet sich an Schwangere oder junge Eltern mit Kindern bis zum zweiten Lebensjahr. Es soll die Elternkompetenz fördern und die Verbindung von Eltern und Baby stärken.

Individuelle Begleitung

Die Begleitung ist einerseits aufsuchend, was heißt, dass eine pädagogische Mitarbeiterin ins häusliche Umfeld der jungen Familie kommt und vor Ort beratend zur Seite steht. Zum Zweiten nehmen die Eltern und werdenden Mütter alle mehrmals im Monat an einem Gruppentreffen teil. So können sie mehr Sicherheit im Umgang mit dem Kind bekommen, eine gelingende Bindung zum Säugling aufbauen und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Kompetenzen vermitteln

Federführend für das Projekt KiM ist die Heilpädagogin und entwicklungspsychologische Beraterin Gabriele Mathes. Die erfahrende Pädagogin des Caritasverbands fasst das Ziel des neues Projekts so zusammen: "Die Entwicklung wichtiger elterlicher Kompetenzen versetzt Eltern in die Lage, ihrem Kind eine sichere und verlässliche Bindung zu bieten." Es kann um spezielle Problemlagen wie Schreibabys oder eine Nahrungsaufnahme-Störung beim Säugling gehen, muss aber nicht.

Angesprochen sind alle, die sich mit ein wenig fachkundiger Unterstützung sicherer fühlen. "Wir helfen dabei, kindliche Entwicklungsschritte und -abschnitte zu erkennen und darauf zu reagieren, sowie in der Lage zu sein, eigene Bedürfnisse auf die Bedürfnisse des Kindes abzustimmen", konkretisiert Gabriele Mathes. Die pädagogischen Kolleginnen arbeiten mit anderen Institutionen zusammen, stehen also in Kontakt zu Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Schwangerschaftsberatungsstellen und Familien-Kinderkrankenschwestern.

Das Angebot wird durch das Projekt Stärke gefördert und ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Die Mitarbeiterinnen sind zu Verschwiegenheit verpflichtet, und die Beratung erfolgt unabhängig von Nationalität oder Konfession. car