Main-Tauber

Diakonische Jugend- und Sozialarbeit Bei der Jahreshauptversammlung Vorstand bestätigt

Jungen Menschen eine Perspektive geben

Tauberbischofsheim.Die Wahl des Vorstands, Berichte aus der Arbeit des Vereins, der Kassenbericht und der Wirtschaftsplan für das laufende Jahr standen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung des Vereins für Diakonische Jugend- und Sozialarbeit. .

Der Vorsitzende, Pfarrer Gerd Stühlinger, begrüßte die anwesenden Vorstands- und Vereinsmitglieder und gab einen kurzen Bericht über das Vereinsgeschehen in den zurückliegenden Monaten. Er erinnerte an die Verabschiedung des langjährigen Mitarbeiters Peter Fischer-Rapp und dankte Katrin Beuschlein für die Fortführung der Arbeit an jungen Menschen ohne schulische und berufliche Perspektive.

Aufgrund weggebrochener Finanzmittel kann dies zurzeit nur mit einer halben Stelle geschehen. Da der Verein mit seiner Anlaufstelle „Startklar!“ inzwischen aber zertifiziert ist, hoffen Vorstand und Mitglieder auf die Möglichkeit, mit neuen Partnern – zum Beispiel dem Jobcenter – zusammenarbeiten zu können. Dankbar zeigte sich der Vorsitzende für die finanzielle Unterstützung der Vereinsarbeit durch das Jugendamt, das Diakonische Werk Baden und das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis sowie durch alle Spender, denen das Schicksal junger Menschen am Herzen liegt.

Wie wichtig die Tätigkeit des Vereins für viele junge Menschen ist, machte Katrin Beuschlein in ihrem Bericht deutlich. Im vergangenen Kalenderjahr wurden 51 Jugendliche und junge Erwachsene beraten und begleitet, zum Teil über einen längeren Zeitraum. Einem Großteil dieser Personen konnte durch die Mitarbeitenden eine Perspektive aufgezeigt werden, die dann gemeinsam mit ihnen konsequent verfolgt wurde. Hier hat sich die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Einrichtungen, wie der Jugendhilfe, sehr bewährt und als überaus hilfreich erwiesen. Es sei aber genauso möglich, sich direkt mit der Anlaufstelle „Startklar“ in Verbindung zu setzen, wenn Beratungsbedarf bestehe, so Katrin Beuschlein.

Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Main-Tauber-Kreis, wies in seinem Bericht darauf hin, wie wichtig es für den Verein und seine Arbeit sei, weitere Kooperationen zu entwickeln. Die neue Sozialgesetzgebung biete dazu Möglichkeiten, die aber erst noch vor Ort konkretisiert werden müssten. Dazu würden in nächster Zeit einige Gespräche geführt.

Die Mitglieder zeigten sich in der anschließenden Diskussion sehr interessiert an der Arbeit des Vereins und würdigten Vorstand und Mitarbeiter für ihr gesellschaftlich so wichtiges Engagement, das meistens im Verborgenen geschehe, da es auch darum gehe, die betroffenen Personen zu schützen.

Dem Kassenführer des Vereins, Alfred Wetterich, wurde nach seinem Bericht aus dem zurückliegenden Jahr von den Kassenprüfern Günter Muesse und Ulrich Breitschwerdt eine einwandfreie und übersichtliche Buchführung bescheinigt, sodass die Versammlung den Vorstand einstimmig entlastete.

Bei den Wahlen wurde der bestehende Vorstand – Pfarrer Gerd Stühlinger, Alfred Wetterich, Birgit Schulz sowie die beiden Diakoniepfarrerinnen der Kirchenbezirke Weikersheim und Wertheim, Simone Mielke und Dr. Annegret Ade – einstimmig im Amt bestätigt. gst