Main-Tauber

Touristikgemeinschaft Qualitätspflege, neue Angebote und Vertrieb stehen im Vordergrund / Strategische Ausrichtungen bei Frühjahrsarbeitssitzung besprochen

„Liebliches Taubertal“ will gute Marktposition behaupten

Archivartikel

Main-tauber-Kreis.Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ möchte auch im Jahr 2019 ihre Marktposition behaupten. Dies ist das Kernergebnis der Frühjahrsarbeitssitzung. Die kommenden Maßnahmen sollen zur Erreichung des Ziels beitragen. Auf der Tagesordnung standen Projekte zur Qualitätspflege, zur Produktlinienerweiterung und für den Vertrieb. Geschäftsführer Jochen Müssig leitete die Sitzung.

Zusammenspiel mit ÖPNV

Geschäftsführer Thorsten Haas von der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber erklärte, wie das Zusammenspiel von touristischen Angeboten und ÖPNV noch weiter verbessert und forciert werden kann. Er informierte über die günstigen Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar und die Möglichkeiten, etwa mit dem Bus hinauszufahren und auf attraktiven Strecken wieder an den Ausgangsort zurückzuwandern.

Haas berichtete, dass der Radtransport auf der Tauberbahn auch im Jahr 2019 kostenfrei sei. Damit ergebe sich im „Lieblichen Taubertal“ eine wunderbare Synergie aus Fahrrad- und Bahnfahren. Gäste könnten zum Startpunkt mit der Bahn anreisen und zurückradeln. „Das ist natürlich auch in der umgekehrten Reihenfolge möglich“, ergänzte Geschäftsführer Jochen Müssig. Besonders wies der VGMT-Geschäftsführer auch auf die TaubertalCard hin. Hier müsse nur die gelöste Bus- oder Bahnfahrkarte mit dem Flyer „TaubertalCard“ des Verbands zusammengeführt werden, und schon könnten in zahlreichen Kultureinrichtungen und auch bei einzelnen Winzern Rabatte genossen werden.

Wanderwege pflegen

Die Vertreter aus den Städten und Gemeinden und der touristischen Institutionen erörterten die anstehenden Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen an den Rad- und Wanderwegen. Es komme weiter darauf an, dass die Anforderungen des Deutschen Wanderverbandes und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs erfüllt werden. Geschäftsführer Müssig erinnerte deshalb an die durchzuführenden Frühjahrs-checks. Er appellierte auch an die Städte und Gemeinden, die Rad- und Wanderwege nach der Auftaktüberprüfung nochmals im Sommer und im Herbst zu kontrollieren.

Im Jahr 2019 steht auch der Weg LT2 „Durchs Romantische Wildbachtal“ zur erneuten Zertifizierung durch den Deutschen Wanderverband an. Diese Überprüfung soll wieder in ein positives Ergebnis münden. Der Tourismusverband freue sich deshalb für dieses Projekt auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Freudenberg, so Müssig. Parallel dazu laufe die Entwicklung des Bildstockweges auf Gemarkung Assamstadt, der ebenfalls ein Qualitätswanderweg mit dem Siegel „Wanderbares Deutschland“ werden soll.

„Außer an den Wanderwegen mit dem Gütesiegel ‚Wanderbares Deutschland‘ arbeiten wir auch an der Fortentwicklung des Themas Radreiseregion“, informierte Geschäftsführer Jochen Müssig. Nach den Planungen im Jahr 2018 stehen in diesem Jahr unter anderem in Ahorn, Boxberg und Weikersheim bauliche Maßnahmen an. Der Titel „Anerkannte Radreiseregion“ sorge für Qualitätsradangebote in der Fläche und sei eine willkommene Ergänzung zum Fünf-Sterne-Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“,meinte der Geschäftsführer weiter.

Breiten Raum nahm auch das Thema Produkterweiterung ein. So beabsichtigt der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, mit einzelnen Städten und Gemeinden das Thema „Pilgern“ beziehungsweise „Meditatives Wandern“ aufzugreifen. Dieses Angebot habe gute Marktchancen, „denn in der heute hektischen Welt suchen die Menschen Möglichkeiten für die innere Einkehr“, erläuterte Jochen Müssig das Vorhaben. Es wurden neun Rundwanderwege ausgewählt, die Kirchen, Kapellen und Bildstöcke einbinden. Dies sind Stationen, die zum Innehalten einladen.

Das Projekt, das sich über die Leader-Kulissen Hohenlohe-Tauber und Badisch-Franken erstreckt, soll durch das Leader-Programm gefördert werden. Das Angebot soll bis Ende Oktober auf den Markt gebracht werden und zusätzliche Besucher für das „Liebliche Taubertal“ begeistern.

„Wir sehen darin auch gute Chancen für die Seitentäler und Höhenzüge des Taubertals“, sagte Königheims Bürgermeister Ludger Krug und bewertete das Vorhaben sehr positiv.

Österreich als neuer Markt

Zu guter Letzt wurde das Thema „Vertrieb“ erörtert. Der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ setzt hierbei konsequent und kontinuierlich seine Marktbearbeitung fort. Neben den bereits besuchten Marktplätzen in Stuttgart, Hamburg und München wird für das „Liebliche Taubertal“ in Kürze auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin und später auf dem Maimarkt in Mannheim geworben. Präsenz wird auch auf dem Regionaltag in Heilbronn gezeigt, und zudem wird der Radreisemarkt in Frankfurt am Main besucht. In Österreich wird die Marktbearbeitung aufgenommen und in Belgien wird sie vertieft. Hierzu ist eine Informationsfahrt für belgische Reiseleiter in das „Liebliche Taubertal“ vorgesehen. Zudem steht im Jahr 2019 die Journalistenreise „Weinstraße Taubertal“ an. Für 2020 wurde der Pressereise einstimmig der Titel „Zehn Jahre Fünf-Sterne-Radweg ‚Liebliches Taubertal – Der Klassiker‘“ gegeben.

Verkehrsdirektor Dr. Jörg Christöphler wies ergänzend auf die Themenreihe „Rothenburg ob der Tauber als Landschaftsgarten“ hin, die von 2019 bis 2021 läuft. Dieses Angebot sieht unter anderem Ausstellungen, Themenführungen, Malerei und Architekturaspekte sowie buchbare Arrangements vor. tlt