Main-Tauber

Finanzzwischenbericht Kreishaushalt entwickelt sich positiver als im vergangenen Jahr noch geplant

Mehr Zuweisungen und Grunderwerbssteuer

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Positiver als geplant entwickelt sich der Kreishaushalt, den Kreiskämmerer Torsten Hauck im Zwischenbericht vorstellte. Das liegt zum einen an der Steigerung der Schlüssel- und anderer Zuweisungen sowie an einem höheren Zuschuss für die Kleinkindbetreuung und Mehreinnahmen bei der Grunderwerbssteuer.

Dem stehen weniger Kosten und eine zusätzliche Erhöhung des Bundeszuschusses bei den Kosten für Unterkunft und Heizung entgegen. Auch bei den Verwaltungsgebühren wird mit einem Rückgang gerechnet, so dass sich die ordentlichen Erträge des Kernhaushalts um rund zwei Millionen Euro erhöhen.

Die Aufwendungen werden sich voraussichtlich um eine halbe Million Euro verringern, was am Rückgang der Flüchtlingszahlen sowie der geringeren Anzahl an Bedarfsgemeinschaften liegt. Im Gegenzug steigen die Personalausgaben um 0,3 Millionen Euro. Insgesamt verbessert sich das Ergebnis um fast 2,5 Millionen Euro. Durch diese positive Entwicklung erhöht sich der Zahlungsmittelüberschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit um 2,5 Millionen Euro auf rund 8,6 Millionen Euro, so dass mehr Mittel für Investitionen zur Verfügung stehen.

Dennoch kann die stark gestiegene Differenz zwischen Soll- und Haben-Seite nicht abgefangen werden, da ein Großteil der geplanten Zuschüsse wohl nicht mehr im laufenden Jahr eingehen wird. Zur Überbrückung werden deshalb wohl Kassenkredite in Höhe von fünf Millionen Euro aufgenommen.

Beim Kloster Bronnbach werden rund 36 000 Euro durch unbesetzte Stellen eingespart. Durch die Miete der Erzdiözese sowie den bereits 2017 aufgenommenen Kredit, wird auf eine geplante Neuaufnahme in Höhe von 680 000 Euro wahrscheinlich verzichtet.

Manfred Schaffert (CDU) interessierte im Zuge der Änderung beim Unterhaltsvorschuss, wie hoch die Rückholquote beim Landkreis ist. Auf Bundesebene liegt sie im Schnitt bei 19 Prozent. Bei 30 Prozent liege die Quote im Main-Tauber-Kreis, so Elisabeth Krug.

Gernot Seitz (SPD) die positiven Zahlen im Finanzzwischenbericht und dankte Kreiskämmerer Torsten Hauck für die ausführliche Darstellung der Positionen. hvb